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BKK für Heilberufe Noch eine Krankenkasse vor der Pleite

14.10.2011 ·  Nach der City-Betriebskrankenkasse steht mit der finanziell angeschlagenen BKK für Heilberufe in diesem Jahr die zweite gesetzliche Krankenkasse vor der Schließung.

Von Andreas Mihm
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 „Die Kasse ist nicht mehr lebensfähig“, sagte der Geschäftsführer des BKK-Verbands, Heinz Kaltenbach, am Freitag. Zwar liefen noch Fusionsgespräche, doch sei das förmliche Schließungsverfahren beim Bundesversicherungsamt am Donnerstag eröffnet worden. Er rechne mit einer Schließung zum 1. Januar.

Davon betroffen wären 80000 beitragzahlende Mitglieder, die sich eine neue Kasse suchen müssen. Kaltenbach sicherte zu, man werde ein Chaos wie beim Ende der City BKK verhindern. Es sei sichergestellt, dass die Versicherten umfassend und zügig über ihre Wahlrechte aufgeklärt würde. Man werde dazu die derzeit im Gesundheitsausschuss beratenen neuen Regeln anwenden. So sollen die Versicherten eine Liste mit allen rund 150 Kassen bekommen, aus der sie ihre neue ankreuzen müssen.

Die BKK für Heilberufe, die in ihren Glanzzeiten 400.000 Mitglieder zählte, hat seit Jahren Probleme. Aktuell verlangt sie einen Zusatzbeitrag von 10 Euro im Monat, was die Abwanderung gesunder Mitglieder befördert habe und nun dazu führe, dass vor allem alte und schwerkranke Mitglieder in der Kasse verblieben seien, was wiederum die Finanzlage verschärfe. Kaltenbach beklagte, viele Kassen benötigten angesichts knapper Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds einen Zusatzbeitrag, wagten es aber nicht diesen einzuführen, weil ihnen dann Mitglieder wegliefen.

Derweil droht dem BKK-System mit der BKK Hoesch bereits der nächste Sorgenfall. Seit diese einen monatlichen Zusatzbeitrag von 15 Euro verlangt, sind ihr 25000 von 73000 Mitgliedern abhanden gekommen. Kaltenbach zeigte sich aber zuversichtlich, hier Anfang 2012 mittels Fusion eine Lösung zu finden.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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