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Bill Gates in Peking : Mit einem Glas voll Kot für Menschenrechte

  • Aktualisiert am

Microsoft-Gründer Bill Gates und sein Glas mit menschlichen Exkrementen bei seiner Rede am Dienstag in Peking. Bild: AFP

Extreme Umstände erfordern extreme Maßnahmen: Mit menschlichen Exkrementen hat Milliardär Bill Gates darauf aufmerksam gemacht, dass weltweit 892 Millionen Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen haben.

          Als einer der reichsten Männer und aktivsten Philanthropen der Welt hat der amerikanische Milliardär Bill Gates für gewöhnlich alle Hände voll zu tun – wenn auch nicht unbedingt mit Kot. Bei einer Konferenz in Peking überraschte der Microsoft-Gründer die Teilnehmer am Dienstag jedoch genau damit: einem Glas mit menschlichen Exkrementen in seiner Hand. Mit der Aktion wollte Gates auf ein Problem aufmerksam machen, das Entwicklungsländer auf der ganzen Welt betrifft: fehlende Toiletten.

          „An Orten ohne sanitäre Anlagen haben Sie sehr viel mehr als das“, sagte Gates auf das Glas mit Kot deutend. Kinder, die draußen spielten, seien ständig Exkrementen ausgesetzt, weshalb das Thema nicht nur mit Lebensqualität, sondern auch „mit Krankheiten und Tod und Unterernährung“ verbunden sei. Zu Grundrechten wie Gesundheit und ausreichender Nahrung gehöre auch „eine vernünftige Toilette“, sagte Gates.

          Gates sprach auf der „Reinvented Toilet Expo“, einem Forum seiner Stiftung, auf dem zahlreiche innovative Toilettentechnologien vorgestellt wurden, die ohne Kanalisationsanschluss funktionieren. China ist dabei, seine berüchtigten, stinkenden Toiletten zu verbessern – eine Kampagne die Präsident Xi Jinping als „Toilettenrevolution“ bezeichnet hat. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind 892 Millionen Menschen weltweit dazu gezwungen, ihr Geschäft im Freien zu verrichten.

          Microsoft-Gründer Gates hat schon in der Vergangenheit drastische Wege gewählt, um auf Gesundheitsprobleme aufmerksam zu machen. 2009 ließ er bei einer Konferenz in Kalifornien Mücken frei, um die tödliche Krankheit Malaria ins Bewusstsein zu rufen. Damals wartete er eine Minute, bis er dem Publikum versicherte, es handele sich um Insekten ohne den Krankheitserreger.

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