Die Börse hat die Berufung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zum Vorstandschef des Baukonzerns Bilfinger Berger nicht bejubelt. Der Kursabschlag ist jedoch nicht als ein echtes Misstrauensvotum zu verstehen.
Tiefe Skepsis schlägt dem Wechsler nicht entgegen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Anleger mit Koch kein Programm verbinden, und Unsicherheit mögen sie nicht. Sein Vorgänger Herbert Bodner hingegen hat einen guten, verlässlichen Job gemacht. Deshalb könnte die Skepsis von Kochs künftigen Mitarbeitern sogar größer sein als die der Börse, denn Koch hat weder „Stallgeruch“ noch besondere Kenntnisse der Baubranche.
Mit einer Ausnahme: Aus der Sicht des millionenschweren Auftraggebers kennt er das Geschäft gut. Deshalb beäugt auch die Opposition den schnellen Wechsel kritisch. Korruption wird nicht im Spiel gewesen sein. Aber gerade deshalb hätte Koch mehr Ehrlichkeit gut zu Gesicht gestanden, als Gerüchte über das neue Amt in der Welt waren und scharf dementiert wurden. Da sollte er als Vorstandschef verlässlicher kommunizieren, daran wird er gemessen werden. Die Börse ist nachtragender als die Opposition.
mieser Bedenkenträger
Dieter Brauer (dhkb)
- 29.10.2010, 19:26 Uhr
Umgekehrt wäre besser!
Sascha Kaiser (thorin)
- 29.10.2010, 20:53 Uhr
Blödsinn @ Brauer
jan henkel (imernst)
- 29.10.2010, 21:02 Uhr
DER ERFOLGREICHE GESCHÄFTSFÜHRER
Jürgen Falkenstein (jfalkenstein)
- 29.10.2010, 22:59 Uhr