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Bilfinger Berger Vorstandschef Koch

 ·  Die Börse hat die Berufung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zum Vorstandschef des Baukonzerns Bilfinger Berger nicht bejubelt. Der Kursabschlag ist jedoch nicht als ein echtes Misstrauensvotum zu verstehen.

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Jürgen Falkenstein

DER ERFOLGREICHE GESCHÄFTSFÜHRER

jetzt mal im Ernst: ein Geschäftsführer ist dann erfolgreich, wenn er sich abseilt, bevor man merkt, daß er den Karren an die Wand gefahren hat - er kann dann woanders auf die selbe Weise weitermachen. Übrigens gut und erfolgreich ist ziemlich unterschiedlich.
Man muß bei Verhandlungen nur wissen, welche unternehmerischen "Glanzleistungen" der vorher vollbracht hat, dann weiß man auch, wie man sich zu verhalten hat. Als Betriebsrat weiß man sowieso, daß die einzige Qualifikation, die ein Geschäftsführer mitbringen muß, sein gesundes Selbstbewußtsein und seine Überheblichkeit ist, in den besseren Fällen hat er dazu noch einen souveränen Auftritt. Für die fachliche Kompetenz sind seine Sherpas da. Und das sind die, die den Laden schmeißen (und das sind auch die, denen man unter Umständen mit Achtung und Respekt gegenüber treten kann).
Oder sollte das jemand schon anders erlebt haben?

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jan henkel
jan henkel (imernst) - 29.10.2010 21:02 Uhr

Blödsinn @ Brauer

Der Hinweis auf andere Politiker, die in die Privatwirtschaft gewechselt sind, macht es nicht besser.
Pure Gier - sonst nichts. Das ist insbesondere in diesem Fall die Triebfeder. Wir als Steuerzahler zahlen dem Kerl auch noch die Rente. Im Sinne des Anstands und der Moral ist das eine Bankrotterklärung. Jeder Versicherungsvertreter genießt mehr Sympathien als solche Politiker.

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Sascha Kaiser
Sascha Kaiser (thorin) - 29.10.2010 20:53 Uhr

Umgekehrt wäre besser!

Es wird hier extra ausgeschlossen, dass Korruption im Spiel war. Aber es ist doch ein offenes Geheimnis, dass ehemalige Politiker nach der Karriere in der Regel gut bezahlte Vorstands- oder Aufsichtsratsposten in großen Unternehmen bekommen. Das hat selbstverständlich seine Ursache in den Beziehungen, die man während der aktiven Politikerzeit knüpfen konnte.
An einer besonderen Qualifikation liegt es nicht.
Und das zeigt mir: Es wäre schöner, wenn mal jemand aus der Wirtschaft, der dort schon alles erreicht hat und bereits ausgesorgt hat in die Politik wechselt um sein Wissen dort einzubringen. Wir leiden hingegen unter Berufspolitikern die in der Regel als Teenager die Weichen in diese Richtung gestellt haben, uns ohne jede Praxiserfahrung in der Wirtschaft regieren wollen und erst dann, nach der Politikerkarriere, dort richtig Kasse machen.
Oder glaubt denn wirklich jemand, dass ein Guido Westerwelle in irgendeinem großen und erfolgreichen Unternehmen in eine Führungsposition gekommen wäre? Wohl nicht. Nach der Politikerkarriere wird ein solcher Wechsel in die Wirtschaft hingegen zum Selbstläufer. Das ist das Problem, nicht ein unsinniger Korruptionsverdacht.

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Dieter Brauer
Dieter Brauer (dhkb) - 29.10.2010 19:26 Uhr

mieser Bedenkenträger

Was sollen die Bedenken? In anderen Ländern werden solche Wechsel begrüsst. Nur nicht in Deutschland. Was sollen solche Kommentare? Es gibt doch mittlerweile genügend Beispiele und kein betroffener Politiker schert sich darum. Schröder arbeitet für Gazprom von Putins Gnaden, Hohmann-Dennhard hat es bis zum Verfassungsgericht gebracht (ehemalige Justizministerin Hessen), Stolterfoth leitet einen Sozialverband (ehemalige Sozialministerin Hessen), Bode wurde vom Greenpeace-Deutschland-Leiter zum Food-Watch-Chef und kann jetzt mit Büchern Geld scheffeln. Und diese Liste könnte ich nach etwas Gedächtniskramen um Dutzende vervollständigen. Die meisten Politiker ziehen sich auf Aufsichtsrats-Pöstchen (oder ähnliches) zurück - obwohl sie keinen Schimmer von der jeweiligen Materie haben (siehe die Fast-Pleiten der Landesbanken). Da finde ich es fast GUT, dass Koch auf diesen Posten kommt. Er hat wenigsten von den meisten Dingen in dem Job ´ne Ahnung. Also bitte nicht stetig jammern und/oder von Geschmäckle reden.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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