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Tabakunternehmen : Keine Ausnahmen bei Zigaretten-Werbung im Internet

  • Aktualisiert am

Unternehmens-Webseiten müssen die gleichen Regeln bei Zigaretten-Werbung beachten wie andere Internetseiten auch. Bild: dpa

Für Zigaretten-Werbung im Internet gibt es strenge Regeln. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass die für alle gelten - auch für Unternehmens-Webseiten.

          Für Websites von Unternehmen gelten die gleichen strengen Regeln des Tabakwerbeverbots wie für Zeitungen und Nachrichtenportale im Internet. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe. Das oberste deutsche Zivilgericht gab damit Verbraucherzentralen Recht, die sich an einem Foto auf der Homepage des Unternehmens störten, auf denen gut gelaunte Menschen mit Zigaretten, Schnupftabak und einer Pfeife zu sehen waren.

          Das Landgericht Landshut und das Oberlandesgericht München hatten darin eine unzulässige Tabakwerbung gesehen. Die dagegen gerichtete Revision des niederbayerischen Tabakherstellers wies der BGH zurück.

          Wegen der Gefahren für die Gesundheit darf in Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen nicht fürs Rauchen geworben werden. Das Verbot gilt auch „in Diensten der Informationsgesellschaft“. Darunter fallen Nachrichtenportale im Internet - und auch Unternehmensseiten, die sich an die „breite Öffentlichkeit“ wenden, stellte der BGH in seinem Urteil fest (Az. I ZR 117/16).

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