23.06.2006 · Der Gesamtbetriebsrat der Allianz will die geplanten Stellenkürzungen des Konzerns von externen Gutachtern prüfen lassen - sechs Fragen an den Vorsitzenden Norbert Blix.
Der Betriebsrat der Allianz will mit Hilfe von externen Wirtschaftsberatern die Pläne des Konzerns zum Abbau tausender Arbeitsplätze zu Fall bringen.
Herr Blix, wie haben die Mitarbeiter die Kürzungen aufgenommen?
Die Betroffenheiten sind unterschiedlich. In Köln wurde Deutschland-Chef Rupprecht ausgebuht, in Hamburg gab es auch Erleichterung, daß der Standort nicht ganz wegfällt.
Wie geht es jetzt weiter?
Was der Vorstand angekündigt hat, sind Planungen, und wir versuchen in den kommenden Monaten in den gesetzlich vorgeschriebenen Beratungen, das Management davon abzubringen.
Wie soll das gelingen?
Das wird natürlich schwer, aber wir werden zum Beispiel zwei renommierte Unternehmensberatungen damit beauftragen, zu überprüfen, ob es zu den Streichungen wirklich keine Alternativen gibt.
Gibt es die?
Wir wissen jedenfalls, daß der Vorstand auch selbst Alternativlösungen erwogen hat.
Werden Sie zum Streik aufrufen?
Streiks sind immer dann die Ultima ratio, wenn wir den Eindruck haben, daß wir bei den Verhandlungen nicht mehr anders vorankommen.
Werden die Allianz-Mitarbeiter da überhaupt mitmachen?
Ja. An Standorten wie Köln suchen die Kollegen geradezu nach einem Ventil für ihre Wut.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.393,92 | +1,25% |
| Dow Jones | 12.587,30 | +1,06% |
| EUR/USD | 1,2504 | −0,30% |
| Rohöl Brent Crude | 107,36 $ | +0,09% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
Anonym bewerben? Ist das gut?