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Betriebskosten Deutsche Mieter zahlen mehr

20.12.2007 ·  Für Heizung und Warmwasser zahlen Mieter in Deutschland im Schnitt 2,13 Euro je Quadratmeter im Monat. Das sind 3,5 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Grund dafür sind vor allem die deutlich gestiegenen Energiepreise.

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Die Betriebskosten für Wohnungen sind in Deutschland weiter deutlich gestiegen. Insgesamt hätten sie im Abrechnungsjahr 2006 um 3,5 Prozent zugenommen, erklärte der Deutsche Mieterbund (DMB) am Donnerstag. Damit lagen sie deutlich über der derzeitigen Inflationsrate.

„Mieter zahlen in Deutschland durchschnittlich 2,13 Euro je Quadratmeter im Monat für Betriebskosten“, sagte Franz-Georg Rips, Präsident des DMB. Die so genannte zweite Miete könne aber bis zu 2,82 Euro betragen, wenn der Durchschnittswert aller möglichen Betriebskostenarten addiert werde. Nach Berechnungen des DMB entfallen 37 Prozent der Gesamtwohnkosten auf die Betriebskosten.

Weiterer Anstieg erwartet

Grund für den Preisanstieg waren laut DMB insbesondere die hohen Energiekosten. So sei der Preis für Heizöl um über zehn Prozent gestiegen, derjenige für Gas um knapp 18 Prozent. Die Heizkosten machen rund 38 Prozent der Betriebskosten aus. Die so genannten kalten Betriebskosten, etwa für Aufzüge und Versicherungen, blieben dagegen konstant.

Der DMB erwartet, dass die kalten Betriebskosten auch im nächsten Jahr stabil bleiben. Für die Heizkosten prognostiziert Rips für 2008 jedoch weitere Steigerungen. Zum 1. Januar hätten bereits 250 Gasversorger Preiserhöhungen angekündigt, und weitere Erhöhungen seien zu erwarten. „Ähnlich wie bei Stromverträgen stellt sich auch bei den Gasversorgern die Frage nach einem Anbieterwechsel“, rät Rips.

Energieeffizienz verbessern

Ein Ende der Preisspirale sei nicht in Sicht, sagt Rips. Allein ein sparsameres Heizverhalten und die Erneuerung oder Modernisierung der Anlagen genüge nicht, um die ständig steigenden Preise auszugleichen.

Die Energieeffizienz im Wohnungsbereich müsse deutlich verbessert werden, sagt der DMB Präsident. Die Bundesregierung müsse daher durchsetzen, dass die Anforderungen an die Energieeffizienz nicht nur bei Neubauten, sondern auch im bisherigen Wohnungsbestand erhöht werden müssten. Bislang gelten die Vorschriften nur für Altbauten, die kernsaniert werden. Zur Ermittlung der durchschnittlichen Betriebskosten wurden vom Mieterbund 17.000 Abrechnungen ausgewertet.

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