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Beschäftigung Der geteilte Arbeitsmarkt

29.05.2008 ·  Der Abbau der Arbeitslosigkeit geht vorerst weiter. Doch die seit nunmehr gut zwei Jahren andauernde Erholung am Arbeitsmarkt ist kein Selbstläufer. Im Gegenteil, sie muss gerade jetzt gestützt werden.

Von Sven Astheimer
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Die gute Nachricht vom Arbeitsmarkt lautet: Der Abbau der Arbeitslosigkeit geht vorerst weiter. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird im Herbst erstmals seit langem wieder die Marke von 3 Millionen unterschritten werden. Doch die seit nunmehr gut zwei Jahren andauernde Erholung am Arbeitsmarkt ist kein Selbstläufer. Im Gegenteil, sie muss durch eine beschäftigungsfreundliche Politik gerade jetzt gestützt werden.

Denn erstens verlangsamt sich das Tempo des Rückgangs deutlich. Bis zum Jahresende könnte der Abbau angesichts des schwächelnden Aufschwungs sogar zum Erliegen kommen; und zweitens zementiert sich die Teilung am Arbeitsmarkt in mehrfacher Hinsicht. Während in Bayern und Baden-Württemberg schon Vollbeschäftigung herrscht, leiden vor allem die neuen Bundesländer noch immer unter zweistelligen Arbeitslosenquoten.

Die richtigen Weichen müssen gestellt werden

Und der hohen Dynamik im Bereich des Teilmarktes für Fachkräfte stehen unterdurchschnittliche Erfolge bei den Empfängern von Arbeitslosengeld II gegenüber. Was kann getan werden? Eine rasche Öffnung der Grenzen für osteuropäische Arbeitskräfte im Sinne der europäischen Freizügigkeit würde nicht nur dem Fachkräftemangel entgegenwirken, sondern auch den ostdeutschen Grenzregionen neue Perspektiven öffnen.

Und die Abkehr von Mindestlohnplänen bewahrt vor allem die Beschäftigungschancen von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten. Die Politik ist gefordert, jetzt die richtigen Weichen für schwierigere Zeiten zu stellen.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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