31.07.2008 · Blendet man die jahreszeitlichen Sondereinflüsse aus, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im Juli sogar verbessert. Der Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur aber hinterher. Wenn sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten abschwächt, werden gerade Menschen mit geringen Qualifikationen getroffen sein.
Von Sven AstheimerDer Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur hinterher. Trotz des allseits erwarteten Wachstumsrückgangs kommt von der Bundesagentur für Arbeit daher vorerst weiter frohe Kunde. Die Arbeitslosigkeit liegt ungeachtet eines – im Juli üblichen – geringen Anstiegs mit 3,2 Millionen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Blendet man die jahreszeitlichen Sondereinflüsse wie den Zugang von Schulabgängern in Arbeitslosigkeit aus, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt sogar weiter verbessert. Zudem ist die Zahl der Erwerbstätigen mit 40 Millionen so hoch wie selten zuvor.
Die Unternehmen planen schon vorsichtiger
Doch die Dynamik lässt schon nach, auch das ist klar zu erkennen. Und da sind immer noch rund eine Million Langzeitarbeitslose, die bislang keinen Job gefunden haben. Die Unternehmen planen nun schon vorsichtiger, eingestellt wird vor allem, wer für die aktuelle Produktion nötig ist.
Wenn sich die Konjunktur in den kommenden Monaten abschwächt, werden gerade Menschen mit geringen Qualifikationen vom Rückgang der Arbeitskräftenachfrage getroffen sein. Es sieht derzeit alles danach aus, als sei die große Party am Arbeitsmarkt vorbei. Das heißt nicht, dass nicht noch ein paar kleinere Feste gefeiert werden können.
Sven Astheimer Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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