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Berufungsprozess Jérôme Kerviel Skandal-Händler gibt sich kämpferisch

 ·  Sein Fall hatte auf der ganzen Welt für Schlagzeilen gesorgt: Mit riskanten Spekulationen hatte der Händler Jérôme Kerviel seiner Bank einen Schaden von rund 5 Milliarden Euro eingebrockt. In einem ersten Prozess wurde er verurteilt, nun hat der Berufungsprozess begonnen.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 04.06.2012 23:06 Uhr

Au wei, Herr Storm

Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie protestiert haben, als ein Herr Barroso gesagt hat, dass er den EURO retten wolle, egal, was es kostet. Dagegen ist Herr Kevriel wirklich nur ein kleiner Fisch. Lassen Sie doch die eine oder andere Bank mit schlechtem Risikomanagement in die Pleite rutschen. Was solls? Das ist Angelegenheit der Bank.

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Gerhard Storm

Skandal-Handel bei wegen Kontrollmängeln verurteilter frz. Großbank. Guten Morgen, Brüssel!

Da haben sich - wieder einmal - die Richtigen gefunden.

Hier der Händler, der unkontrolliert Terminkäufe bis 50 Mrd € tätigt, dort eine frz. Großbank, die wegen schwerer Kontrollmängel zu einer Mio-Strafe verurteilt worden ist.

Der Fall erinnert u.a. an die Pleite der GB Barings Investmentbank von 1995 infolge unautorisierter Handelsgeschäfte mit Riesenverlusten, getätigt von Nick Leeson, einem Händler der Bank, dem lt. Wikipedia auch die Kontrolle der von ihm getätigten Geschäfte oblag.

In D ist die funktionale u. org. Trennung von Handel, Abwicklung, Risikocontrolling und Rechnungswesen vorgeschrieben. Deren Beachtung ist jährlich von den Wirtschaftsprüfern der Institute zu prüfen.

Dass immer wieder Mrd-Verluste durch unzureichend überwachte Händler im €-Raum bekannt werden, zeigt, dass die Finanzdienstleistungsaufsicht in Europa noch lange nicht dem angemessenen Standard entspricht.

Schattenbanken sind weiter ohne Kontrolle.

Guten Morgen, Brüssel!



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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.06.2012 23:32 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 04.06.2012 23:32 Uhr

Herr Storm, stimme Ihnen voll zu. Jetzt wird doch auch klar, warum die die

.... Bankenunion und den europaweiten Haftungsfonds wollen - doch nur damit wir für deren Versagen bezahlen, aus keinem anderen Grund.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 04.06.2012 18:13 Uhr

Meines Erachtens ein klares Organisationsversagen.

Es ist einfach in höchstem Maße lächerlich, dass ein kleiner Händler wie Kerviel 50 Mrd. Terminposition fährt und weder die Vorgesetzten noch die Bank merken etwas. So dämlich kann man einfach nicht sein. Auf die Anklagebank müssen die, die Kerviel haben gewähren lassen. Ich möchte jetzt gar nicht darüber nachdenken wollen, wie groß die Verluste der französischen Banken aus der Finanzkrise wohl sind - die spanischen Banken dagegen sind vergleichsweise nur ein Klacks. Das erklärt auch die Aufregung von Hollande, denn dem brennt der Frack lichterloh.

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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