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Berliner Solarfirma Solon meldet Insolvenz an

 ·  Seit Jahren klagt die deutsche Solarbranche über Preisverfall und harte Konkurrenz aus Asien, nun gibt es ein prominentes Opfer: Die ehemalige Berliner Vorzeigefirma Solon ist zahlungsunfähig.

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Die Berliner Solon AG, einst Vorzeigefirma der deutschen Solarbranche, ist zahlungsunfähig. Nach monatelangem Ringen mit den Banken hatte der vor 15 Jahren gegründete Solarmodulhersteller am Dienstagabend das Scheitern der Verhandlungen erklärt und Insolvenz für seine deutschen Niederlassungen beantragt. Hier arbeiten 530 der 800 Mitarbeiter des Unternehmens. Eine Sprecherin sagte, Solon werde nun versuchen, sich im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu restrukturieren.

Preisverfall und harte Konkurrenz aus China

Solon war bereits 2009 infolge des Preisverfalls für Solarmodule in Schwierigkeiten geraten und hatte im Jahr darauf nur über eine Staatsbürgschaft neue Kreditzusagen erhalten. Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährten insgesamt 146 Millionen Euro an Ausfallbürgschaft. Solon geriet dennoch immer weiter in den Strudel der Branchenkrise: Die harte Konkurrenz aus China, Preisverfall und Abschreibungen sorgten in den ersten neun Monaten 2011 für einen Nettoverlust von über 200 Millionen Euro und ein negatives Eigenkapital von 103 Millionen. Im Sommer hatte sich Vorstandschef Stefan Säuberlich aber noch zuversichtlich gezeigt, bis Jahresende mit den Banken zu einem Abschluss zu kommen.

An der Börse zog die Nachricht die Kurse großer Solarunternehmen nach unten: Während die Solon-Aktien um über 60 Prozent auf das Jahrestief von 33 Cent einbrachen, verloren Solarworld knapp drei Prozent, die defizitären Q-Cells und Conergy je vier Prozent. Die Pleite des mit über 400 Millionen Euro verschuldeten Unternehmens komme zwar nicht überraschend, sei aber dennoch ein Belastungsfaktor, sagte ein Börsianer.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters und DPA
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