Die Berliner nehmen die vierte Eröffnungsabsage für den Flughafen BER mit Galgenhumor. Sie fragen: Wozu ein neuer Flughafen? Wir haben doch Tegel und Schönefeld. Tatsächlich behindert das größte Pannenprojekt der Nachkriegszeit die Mobilität der Berliner noch nicht. Doch vor allem der Flughafen Tegel arbeitet an der Kapazitätsgrenze und so an der Grenze zum Chaos.
Im Land ist der Ruf Berlins durch das Flughafen-Debakel und die Dickfelligkeit der politischen Aufseher längst ruiniert. Die neue Verschiebung bestätigt nur alte Vorurteile. Wer kann den Karren jetzt noch aus dem Dreck ziehen? Ein neuer Geschäftsführer? Flughafenchef Rainer Schwarz wird sich nicht mehr lange halten. Da hilft ihm nicht, dass er Tegel gut managt.
Auch dem viel gelobten Technikchef Horst Amann wird das Bau-Elend offenbar nur schrittweise bewusst. Der Rücktritt von Klaus Wowereit als Aufsichtsratschef kann nur ein erster Schritt sein.
Die Lehre aus dem Stück: Ohne eine gute, streng kontrollierte Bauleitung gelingen Großprojekte nicht; am BER fehlte es daran über Jahre. Für die Aufarbeitung dürfen am Ende aber nicht nur die Steuerzahler haften. Da geht selbst den Berlinern der Humor aus.
Widerspruch:Das größte Pannenprojekt der Nachkriegszeit in Deutschland
klaus keller (klkeller)
- 08.01.2013, 22:13 Uhr
ein Flughafen, ein Bahnhof...
Thomas Kühne (xuxu490p73)
- 08.01.2013, 16:41 Uhr
Kommentar
Klaus Stiller (Klausstiller)
- 08.01.2013, 16:28 Uhr
Flughafendebakel
Franz Oberer (Oberer)
- 08.01.2013, 16:03 Uhr
Hoffentlich merkt der
Reinhard Lammering (hythlodaeus)
- 08.01.2013, 15:41 Uhr