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Bergbau In der Lausitz soll Kupfer abgebaut werden

08.04.2010 ·  Mit 200 Millionen Tonnen Kupfererz ist die Lagerstätte in der Lausitz doppelt so groß wie erwartet, haben Probebohrungen ergeben. Und es locken Silber und Gold. Jetzt hat die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH die Bergrechte beantragt.

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In der Lausitz werden Pläne für den Abbau von Kupfer und anderen Rohstoffen geschmiedet. Das Bergbauunternehmen KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH hat in dieser Woche beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe die Verleihung der Bergrechte für diese Lagerstätte beantragt. Damit sei die Erkundung abgeschlossen und die Phase der Bergbauentwicklung begonnen worden. KSL-Geschäftsführer Volker Spieth sagte am Mittwoch, die Bohrkernanalysen überträfen die positiven Resultate, die schon bei Bohrungen zu DDR-Zeiten erzielt worden seien.

Mit geschätzten 200 Millionen Tonnen Kupfererz und den daraus resultierenden 2 Millionen Tonnen Kupfermetall sei die Lagerstätte doppelt so groß wie erwartet. "Damit ist von einer Verdopplung der geschätzten Lebensdauer des Bergwerks von 20 Jahren auf insgesamt mindestens 40 Jahre auszugehen." Auch belegen die Analyseergebnisse ähnlich hohe Werte für Silber, einen bedeutenden Anteil an Gold sowie an Spezialmetallen wie Indium, Germanium, Gallium, Lithium, Platin und Palladium.

Die Metalle seien allesamt von großer Bedeutung für die Hochtechnologie- und Umweltindustrie in der Herstellung von Katalysatoren, Solarzellen, Hybridautomotoren, Flachbildschirmen und Mobiltelefonen. Zudem habe man "die erhebliche Menge von mehr als 10 Millionen Tonnen an Blei und Zink" nachweisen können. Diese Metalle würden stark von der Automobilindustrie und für die Herstellung von Batterien nachgefragt.

Der an Polen grenzende Landstrich im südlichen Brandenburg gilt als strukturschwach. Das jetzt erkundete Feld ist 20 Kilometer lang und 9 Kilometer breit. Das Kupferschieferflöz liegt in einer Tiefe von 800 bis 1300 Metern.

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