Home
http://www.faz.net/-gqe-75dg8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Benzinpreise 2012 „Das teuerste Tankjahr aller Zeiten“

 ·  Der ADAC hat das Jahr 2012 als das „teuerste Tankjahr aller Zeiten“ bezeichnet. Der Autoclub macht hohe Ölpreise, aber auch das Gewinnstreben der Konzerne dafür verantwortlich. Das Kartellamt glaubt, dass 2013 die Spritpreise wieder sinken werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Herbert Wertig
Herbert Wertig (HerWer) - 28.12.2012 18:57 Uhr

Die armen Deutschen

Ich fahre einen fast 8 Jahre alten Golf V mit 105 PS. Der verbraucht real(!) bei uns ca. 5,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Wir wohnen in einer Großstadt, weshalb der Wagen oft mehrere Wochen lang herumsteht, denn Rad, Bus, U-Bahn, Tram sind in der Stadt viel bequemer und praktischer.

Wenn man natürlich mit einem SUFF-SUV (14% Zulassungsanteil in 2013) oder eine sonstige Prollkiste mit 300 PS braucht und damit in der Stadt zur Arbeit staut...

Preise bei Heizöl, Benzin und Diesel sind übrigens viel stärker gestiegen als bei Strom, obwohl keine erneuerbaren Energien. Warum? Weil es zu viele Prolls auf der Welt gibt.

Wirklich leiden tun Pendler auf dem Land und noch mehr die armen Schweine in der 3. Welt

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 17:38 Uhr
Hans Glück

Wenn...

Wenn ihr Auto wirklich wenig verbraucht und Sie es für den Weg zur Arbeit nutzen, bekommen Sie eh den größten Teil des Spritgeldes über die Entfernungspauschale zurück. Da würde ich mir dann nicht so viele Gedanken machen.

Empfehlen
Elisabeth Dreier

Wollen Sie andere verhöhnen?

Ich fahre werktags ziemlich viel, bin einfach dazu gezwungen, da ich meinen Arbeitsplatz nie per Nahverkehr erreichen würde, er liegt halt wie so oft in einem Gewerbegebiet außerhalb der Stadt.
Ich fahre ein spritsparendes Auto, mir ist der Spritpreis trotzdem zu teuer und er ist ein nicht zu übersehender Faktor in meiner Haushaltsplanung. Und ich habe nicht wenige Kollegen denen es ähnlich geht, auch sehe ich sehr viele Kleinwagen auf den Autobahnen. Also den Landrover als Standard und das als Argument für höhere Spritpreise zu sehen ist für mich blanker Hohn. Aber irgendwann werden auch die deutschen merken, dass die "Ökofuzies" nichts als Verteuerung der Energiepreise zu bieten haben und keine ernst zu nehmende Lösung für irgendwelche ökologischen Fragen bieten.

Empfehlen
Dr. Wilhelm Reiß

Benzin ist noch zu billig

wie sonst ließe sich das unvernünftige Verhalten vieler Autonutzer erklären, die weiter sinnlose Autofahrten (Brötchen holen, Kinder vor die Schule karren etc.) durchführen, statt an gesunde und umweltfreundliche Alternativen (z.B. Fahrradfahren) zu denken? Ebenso das Laufenlassen des Motors beim Eiskratzen. Es gibt noch keinen Spardruck, der zu einer Verhaltensanpassung führt. Deshalb bleibt das Fazit: Benzin ist zu billig!

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 19:13 Uhr
Herbert Wertig
Herbert Wertig (HerWer) - 28.12.2012 19:13 Uhr

Nach Ihrer Logik...

... würde auch dieser Satz Sinn machen: "Ich nehme mir bei einem Streitfall einen Anwalt und anderswo auf diesem tollen Planeten wird das einfach mit der Pistole geregelt."

Merken Sie was?

Außerdem ist es dem Oil-Peak egal, ob Sie ein Gewissen haben. Öl wird weiterhin teurer werden.

Empfehlen
Closed via SSO

Tolle Idee in einer globalisierten Welt

Ich lass das Auto stehen und geh morgens um 7 Uhr zu Fuß zur U-Bahn, während anderswo auf diesem tollen Planeten vermehrt Abgase in die Luft geblasen werden... Super Idee!

Aber immerhin: das grüne Gewissen ist beruhigt...

Empfehlen
Peter Giessinger

Indonesien ist das Traumland

für Spritpreisfetische. Ich habe mal gehört, dass dort der Spritpreis sogar staatlich subventioniert wird! Der Liter Sprit (egal was) für ca. 35 Cent! Ansonsten wage ich die Prognose: Der Spritpreis wird weiter steigen. Was auch sonst? Die spekulativen Geldmengen aus dem Finanzsektor wollen Rendite sehen! Das selbe wird auch Lebensmittel, Mieten und alles andere treffen. Bin mal gespannt was sich unsere Berufsstatistiker dazu einfallen lassen werden! Da werden dem Warenkorb wohl einige ziemlich exotische Artikel hinzugefügt werden müssen!!!

Empfehlen
R. Clemens
R. Clemens (ZyNik) - 28.12.2012 13:32 Uhr

Nur Hoffnung?

Der Präsident des Bundeskartellamtes "habe die Hoffnung", dass die Sprittpreise 2013 aufgrund der Meldestelle sinken werden.
Schade, dass es nicht mehr ist als nur Hoffnung, denn bekanntlich stirbt diese ja zuletzt.
Spätestens jedoch vor der Preistafel an der Tankstelle und mit dem Vorschlag zur Senkung der Mineralölsteuer!

Empfehlen
Hans Glück

Ach nun ja...

Ach nun ja, so schlimm kann es nicht sein - seit Jahren steigt der Marktanteil von SUVs und die durchschnittliche PS-Zahl in neu zugelassenen Fahrzeugen. Wem das Benzin wirklich zu teuer ist, soll sich eben ein verbauchsarmes Auto kaufen - leider hab' ich noch nichts darüber gelesen, dass VW kaum der Nachfrage nach Polos mit 3,3 Litern Verbauch Herr würde.

Kein Mensch weiß, ob wir in ein paar Jahrzehnten dem ganzen Öl hinterherweinen und ob wir damit tatsächlich die Atmosphäre überheizen - falls das aber der Fall sein sollte, dann wäre Benzinsparen die sinnvollere Variante als sich über zu hohe Preise zu beschweren, als mit 200 über die Autobahn zu fahren.

Empfehlen
Closed via SSO

"Das Gewinnstreben der Konzerne", NEIN die Gier des Deutschen Fiskus.

Die deutsche EU-Junta braucht für ihre Abenteuer so viel Geld, wie es sich kein Mensch mehr vorstellen kann. Deshalb werden Abgaben in Form immer neuerer erfindungsreich getarnter Steuern erhoben ohne es dieses Parlament es für nötig erachtet eine klare Begründung für die in Wirklichkeit zweckentfremdeten Abzocken und über deren Verwendung dem Volk Rechenschaft abzulegen. Und dabei machen alle Fraktionen mit!
Schäuble wird geradezu höhnisch, wenn auf irgend einem Teilgebiet eine Ausgabenminderung eintritt und er auf eine Steuersenkung angesprochen wird.
Es gibt in Deutschland keine Opposition mehr, sondern nur noch egoistische Mitläufer, die ihr persönliches Fortkommen weit vor ihr Amt als Volksvertreter stellen.
Daß die Menschen den Sprit für die Fahrt zur Arbeit nicht mehr bezahlen können, daß bald Millionen Haushalten der Strom abgestellt wird interessiert doch keinen dieser Volkstreter.
Wenn die Steuern auf Mineralöl wenigstens nur halbiert würden, wäre allen geholfen.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 17:13 Uhr
Dietmar Fleischhauer

Tolles Fazit

Herr Nichtmann Undrainer, ohne unseren Versagerstaat hätte ich heute 47 anstatt 78 Euro an der Dieselsäule gelassen. Die Differenz wird im Schuldendienst verpulvert. Und das betrifft beliebige Lebensbereiche, in denen sich die nutzlose Klasse an den Resten marktwirtschaftlichen Anscheins labt. Sieht man sich den Zustand und die Zukunftsaussichten unseres sogenannten Gemeinwesens an (nicht nur unserer Straßen), liegt die Wahrheit bei weitem nicht mehr "irgendwo in der Mitte".

Empfehlen
Elisabeth Dreier

Die Steuern und der schwache Euro verantworten den größte Teil des hohen Spritpreises!

Fakt ist, dass man bei 10 € Super mehr als 5 € Steuern(MwSt und Mineralölsteuer) zahlt. Steuern haben damit den größten Anteil am hohen Spritpreis. Erhöht die Tankstelle den Preis, steigen automatisch die Steuern. W. Schäuble braucht halt Unmengen Geld für seine Abenteuer. Da Öl in Dollar gehandelt wird, wirkt sich ein schwacher Eurokurs auch auf den Preis aus. 2012 gab es Zeiten, wo der Euro innerhalb 2 Wochen von 1,30 auf 1,20 fiel und W. Schäuble profitierte auch davon.
Hinzu kommt, dass in Deutschland/Europa Ölförderformen, wie das Fracking teils verboten sind, Öl also teurer als im Dollarraum ist, dabei meine ich nicht die Differenz Brent/WTI.

Mein Fazit, den hohen Spritpreis hat zuerst die Politik zu verantworten. Natürlich wollen auch die Ölgesellschaften Geld verdienen, aber das gehört dazu. Sie tragen auch enorme Investitionen und Risiken, z. B. Strafe BP. Bei den Tankstellenbetreibern ist dies sicher ähnlich.
M.E. hat Hr. Dr. Menzel also Recht.

Empfehlen
Closed via SSO

Von wegen "die Wahrheit liegt in der Mitte", @KINNAS

Sie schreiben etwas durcheinander. Was haben die "kapitalistischen Konzerne" oder das "Iphone" mit dieser Diskussion zu tun? Es geht hier nicht um ideologisches Geschwätz, sondern um hart erarbeitetes Geld, das den wenigen vollzeitlichen Arbeitnehmern, die auch noch davon leben können, umgehend wieder aus der Tasche gezogen wird - ohne Gegenleistung!!

Der Steueranteil am Benzinpreis beträgt knapp 60 Prozent. Gut 40 Prozent fließen der Mineralölwirtschaft zu: zur Kostendeckung und als Gewinn. Von wegen: "Mitte".
Das Schlimmste ist, daß der Staat für das abgepresste Geld nichts tut, was dem Steuerzahler zugute kommt. Früher einmal wurden Steuern auf Kraftstoff für Straßen und Verkehrs-Infrastruktur verwendet. Wer das heute forderte, würde für verrückt erklärt werden. So weit sind wir!

Jetzt können Sie, wenn Sie es können, nachrechnen und die ganze verlogene Steuerpalette, nicht zu vergessen, die Steuern auf die Steuern zusammenzählen. Sie werden zu keinem anderen Ergebnis kommen.

Empfehlen
Herbert Mayer

Fazit

Dr hilft vor Falschaussagen nicht:

Wenn der Sprit per Steuern um 5 ct/Liter teurer würde, der Verbraucher dann aber 15ct/Liter mehr zahlen muss, liegt das ihrer Argumentation nach immer noch an der Steuer bzw. der Gier des deutschen Fiskus. Zum Glück sind kapitalistische Konzerne ÜBERHAUPT nicth gierig, deshalb wird zB das Iphone auch so günstig verkauft. Meiner Meinung nach liegt es dann aber AUCH am Gewinnstreben der Konzerne. Übrigens können die Konzerne die Gewinne immer noch schön mehr erhöhen, wenn der dumme Mensch weiterhin glaubt der hohe Preis läge ausschließlich an den hohen Steuern. Natürlich tragen die Steuern einen Beitrag, aber die Wahrheit liegt eben wie immer irgendwo in der Mitte.

Also bitte nicht immer so pauschalisieren.

Empfehlen
Adrian Gabriel
Adrian Gabriel (najzero) - 28.12.2012 12:31 Uhr

Dezember 2013: ADAC meldet "das deuerste Tankjahr aller Zeiten"

Mich irritiert immer wieder, wie man sich zu einer solchen Meldung hinreißen lassen kann.

Hier eine Wahrheit für alle Autofahrer: Das Benzin wird nicht mehr (wesentlich) günstiger.
Und weil ich so im Rausch bin: Rauchen ist wirklich ungesund.

Empfehlen

28.12.2012, 11:41 Uhr

Weitersagen
 

Gute Exportüberschüsse

Von Carsten Knop

Die deutschen Exportüberschüsse bieten immer wieder Anlass zu Kritik. Jetzt aber zeigt sich: Deutschlands Wirtschaftskraft nutzt dem Rest Europas. Schlecht, dass Deutschland diese Kraft verspielt. Mehr 6 24


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --