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Beispielloser Kursverfall : Commerzbank im Abstiegskampf

Die Commerzbank wird mit dem Verkauf von Immobilienkrediten Altlasten los. Aber ob Bankchef Blessing die gebeutelten Aktionäre noch überzeugen kann, ist fraglich. Es verfestigt sich der Eindruck, dass ein neuer Trainer her muss.

          Im November 2012 hat der Vorstand der Commerzbank das Jahr 2013 zum Übergangsjahr erklärt und eine neue Strategie ausgerufen, deren Erfolg sich erst im Jahr 2016 zeigen soll. Man darf davon ausgehen, dass die Bundesregierung, über den Rettungsfonds Soffin an der Commerzbank mit 25 und heute immerhin noch mit 17 Prozent beteiligt, diese Pläne des von Martin Blessing geführten Vorstandes gut geheißen hat.

          Doch spätestens seit der völlig missratenen Kapitalerhöhung im Mai, die zu einem beispiellosen Kursverfall der ohnehin gebeutelten Commerzbank-Aktie geführt hat, ist fraglich, ob Blessing die Zeit bis 2016 bekommt. Zwar konnte der Vorstand am Montag seit langem wieder einmal eine Erfolgsmeldung verkünden: 5 Milliarden Euro an Immobilienkrediten wird die Commerzbank auf einen Schlag los, darunter 1,2 Milliarden Euro Ausfall gefährdete. Der Verkauf aber gelingt nur mit Verlust, so dass auch das Ergebnis im zweiten Quartal wenig Anlass zum Jubeln bieten dürfte.

          Es verfestigt sich der Eindruck, dass ähnlich wie bei einem auf einen Abstiegsplatz gerutschten Fußballverein ein neuer Trainer her muss, der den Mitarbeitern und dem Aktienkurs der Commerzbank neue Motivation einhaucht.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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          Quelle: F.A.Z.

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