14.03.2008 · Noch am Mittwoch hatte der neue Chef der Investmentbank Bear Stearns jegliche Spekulationen zurückgewiesen, die Bank könne ihre Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen. Jetzt musste die Notenbank einspringen, um den Kollaps zu verhindern. Die Schieflage bei Bear Stearns nährt Sorgen über die Lage der Konkurrenten.
Von Norbert KulsBisher hatte der neue Vorstandschef der Investmentbank Bear Stearns, Alan Schwartz, Gerüchte über eine Liquiditätskrise immer dementiert. Noch am Mittwoch hatte er im Fernsehen jegliche Spekulationen zurückgewiesen, Bear Stearns könne seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen. Die am Freitag bekanntgewordene Stützungsaktion durch die Großbank J.P. Morgan und die New Yorker Zentralbank wird daher zu einem großen Vertrauensverlust bei Bear Stearns führen.
Offenbar war die Situation angespannter, als die Führung der Bank zugeben wollte. Die Schieflage bei Bear Stearns nährt die Sorgen über die Lage der Konkurrenten. Die jüngsten starken Aktienkursverluste der Investmentbanken unterstreichen das. Die Nervosität ist auch deswegen hoch, weil vier führende Wertpapierhäuser in Kürze ihre Quartalszahlen vorlegen. Am Markt wird mit hohen Abschreibungen gerechnet.
Bear Stearns ist im Vergleich zu den Konkurrenten allerdings in einer besonders prekären Situation, weil das Haus besonders stark im Markt für hypothekenbesicherte Anleihen engagiert ist. Und dieser steht im Zentrum der aktuellen Finanzkrise.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.396,51 | +1,43% |
| Dow Jones | 12.596,90 | +1,14% |
| EUR/USD | 1,2516 | −0,20% |
| Rohöl Brent Crude | 107,41 $ | +0,14% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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