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BayernLB Milliardenverlust erwartet

10.11.2009 ·  Deutschlandes zweitgrößte Landesbank erwartet in Folge der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise in diesem Jahr einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro. Schwierigkeiten seien insbesondere im Geschäft der österreichischen BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zu erwarten

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Deutschlandes zweitgrößte Landesbank erwartet in Folge der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise in diesem Jahr einen Milliardenverlust. Die BayernLB rechne aufgrund einer stark erhöhten Vorsorge für ausfallende Kredite mit einem Minus „von mehr als einer Milliarde Euro“, teilte die Landesbank mit.

Schwierigkeiten seien insbesondere im Geschäft der österreichischen BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zu erwarten, die in Südosteuropa stark engagiert ist. Insgesamt habe die BayernLB rund 1,3 Milliarden Euro für ausfallende Kredite zurückgelegt und damit fast eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Trotz des zu erwartenden Milliardenverlustes sei das Geschäft der BayernLB in den ersten neun Monaten des Jahres unterm Strich positiv verlaufen.

In Deutschland Kreditgeschäft ausgebaut

Die HGAA verdirbt ihrer Konzernmutter damit das laufende Jahr. In den ersten drei Quartalen konnte die BayernLB sich aus den roten Zahlen befreien und einen Vorsteuergewinn von 367 Millionen Euro erwirtschaften. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 1,7 Milliarden Euro angefallen, der Freistaat hatte seine Landesbank im vergangenen Jahr nach deren schweren Verlusten nur durch eine milliardenschwere Kapitalspritze retten können. Das dritte Quartal 2009 war zwar bereits von einer erhöhten Risikovorsorge für die HGAA belastet. Die BayernLB konnte vor Steuern allerdings noch 16 Millionen Euro Gewinn verbuchen.

Abgesehen von den Belastungen durch die HGAA zeigte sich BayernLB-Chef Michael Kemmer zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Jahres. „Die BayernLB hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut am Markt behauptet“, erklärte er. In Deutschland konnte die Bank ihr Kreditgeschäft um sieben Prozent ausbauen. Auch die Restrukturierungsmaßnahmen griffen, wie Kemmer betonte. Der Verwaltungsaufwand sank in den ersten drei Quartalen um 12,3 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Die Bank hat im laufenden Jahr bereits mehr als 900 Stellen abgebaut.

Trotz des erwarteten hohen Jahresverlustes braucht die BayernLB selbst kein zusätzliches Kapital von außen, wie Kemmer versicherte. „Mit ihrer soliden Kapitalausstattung ist die BayernLB in der Lage, zukünftige Belastungen aus eigener Kraft zu bewältigen“, betonte er. Zum Ende des dritten Quartals verfügte die Bank über eine Kernkapitalquote von 10,7 Prozent und ein Eigenkapital von 18,4 Milliarden Euro.

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