28.11.2007 · Der Freistaat Bayern hat die Fusion der Bayern LB mit der LBBW gestoppt. Eine politische Entscheidung: Die CSU will sich vor den Landtagswahlen 2008 keine Angriffsflächen geben. Was bleibt, sind viele Fragezeichen - nach der Handlungsfähigkeit und den Perspektiven der Bank.
Von Marcus TheurerIm Eigentümerkreis der Bayern LB hängt der Haussegen schief. Demonstrativ haben die bayerischen Sparkassen, denen die Hälfte der zweitgrößten deutschen Landesbank gehört, noch am Dienstag für eine mögliche Fusion mit der Stuttgarter Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) votiert. Doch der Freistaat Bayern, der die andere Hälfte kontrolliert, setzte sich durch: Die Bayern LB soll allein bleiben.
Das ist keine wirtschaftlich rationale, sondern eine politische Entscheidung. Die regierende CSU will sich vor den Landtagswahlen 2008 keine Angriffsflächen geben, und eine Fusion mit der größeren LBBW hätte in München Opfer erfordert. Jenseits der Kirchturmpolitik bleiben nun viele Fragezeichen: Wie handlungsfähig ist die Bayern LB, wenn ihre Eigner in grundlegenden Fragen uneins sind?
West LB und Sachsen LB sind warnende Beispiele
Vor allem aber muss sich die Bank nun wohl mangels anderer Perspektiven stärker auf die Stärkung ihres Osteuropa-Geschäfts konzentrieren. Doch was hat die Bayern LB dort zu suchen? Mit ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag ist das nur schwer vereinbar. Das Finanzfiasko von West LB und Sachsen LB hat gezeigt, was schiefgehen kann, wenn Landesbanken sich jenseits ihres eigentlichen Aufgabenfelds betätigen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.396,51 | +1,43% |
| Dow Jones | 12.596,90 | +1,14% |
| EUR/USD | 1,2516 | −0,20% |
| Rohöl Brent Crude | 107,41 $ | +0,14% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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