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Baumarktkette Praktiker vor der Pleite

Die Baumarktkette Praktiker steht vor der Pleite. Neben dem Insolvenzgrund der Überschuldung sei auch die Zahlungsunfähigkeit der Praktiker AG gegeben, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Hamburg mit.

© dpa Zahlungsunfähig: Die Praktiker AG

Seit Monaten kämpft die Baumarktkette Praktiker ums Überleben - jetzt steht sie vor der Insolvenz. Das Hamburger Unternehmen erklärte am Mittwochabend in einer Pflichtmitteilung an die Aktionäre, der Vorstand habe die positive Fortführungsprognose für die Praktiker AG und einzelne Gesellschaften der Gruppe verneint. Neben dem Insolvenzgrund der Überschuldung sei auch die Zahlungsunfähigkeit gegeben.

Das Unternehmen erklärte die bisherigen Verhandlungen über weitere Sanierungsfinanzierungen für gescheitert. „Der Vorstand wird für die Unternehmensgruppe prüfen, bei welchen Gesellschaften der Unternehmensgruppe Insolvenzanträge zu stellen sind und wird so bald wie möglich die Ergebnisse dieser Prüfung veröffentlichen“, hieß es in der Ad-Hoc-Mitteilung weiter.

Praktiker hatte zuletzt mit 20.000 Mitarbeitern drei Milliarden Euro umgesetzt. Im vergangenen Oktober hatten die Mitarbeiter noch einem Gehaltsverzicht zugestimmt.

Der Aufsichtsrat war am Mittwoch zu einem Krisentreffen zusammengekommen. Zuvor hatte Reuters aus Finanz- und Aufsichtsratskreisen erfahren, dass sich die Finanzlage bei der Baumarktkette dramatisch verschärft hatte. Die Gespräche mit Geldgebern über eine kurzfristig nötige Liquiditätsspritze von bis zu 35 Millionen Euro für den Hamburger Konzern seien ergebnislos eingestellt worden. Zuletzt hätten die Hoffnungen auf einer nicht genannten Bank gelegen.

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Quelle: FAZ.NET mit dpa und Reuters

 
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