01.07.2009 · Für Bauernpräsident Sonnleitner war es ein Festtag. Gerade trotz aller Streitereien mit Rekordergebnis wiedergewählt, konnte er zuhören, wie sich Politiker mit Hilfsversprechen überboten. Die Politik hat hohe Erwartungen geweckt. Manche Illusion wird im Herbst zerplatzen.
Von Helmut BünderDie Zahl der Bauern mag schrumpfen, an der Wahlurne ist die Landwirtschaft immer noch eine Macht. Der Bauerntag ist deshalb stets auch Wahlkampfbühne. In Stuttgart gab es ein regelrechtes Schaulaufen vor den Delegierten des Bauernverbandes. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ein angenehmes Heimspiel, sie hatte die treuesten der Unionswähler vor sich. FDP-Chef Guido Westerwelle versprach noch mehr als die Kanzlerin, und der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering bemühte sich redlich um eine Klientel, mit der sich seine Partei schwertut. Doch auch die Sozialdemokraten wollen ihren Teil der Ernte einfahren, schließlich haben sie in der großen Koalition mit der teuren Absenkung der Dieselsteuer kräftig in die Bauernstimmen investiert.
Für Bauernpräsident Gerd Sonnleitner war es ein Festtag. Gerade trotz aller Streitereien mit Rekordergebnis wiedergewählt, konnte er zuhören, wie sich Politiker mit Hilfsversprechen überboten. Ob niedrigere Steuern, weniger Bürokratie oder Schranken für Brüssel und das Kartellamt: Vor der Wahl ist keine Verheißung zu groß und zu teuer. Die Politik hat bei den Bauern gefährlich hohe Erwartungen geweckt. Manche Illusion wird im Herbst zerplatzen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.319,85 | −3,26% |
| Dow Jones | 12.154,10 | −1,93% |
| EUR/USD | 1,2397 | +0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 98,39 $ | −3,18% |
| Gold | 1.558,00 $ | 0,00% |
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