Man kann eine Verschärfung der Euro-Krise auch herbeireden. Der französische Finanzminister François Baroin verlangt plötzlich die Aufstockung der Euro-Krisenfonds auf eine Billion Euro. In Betrag und Begründung schließt er sich damit Forderungen der Wall-Street-Banken an. Der Franzose übernimmt sogar die Wortwahl seines amerikanischen Amtskollegen. Der Schutzschirm sei so ähnlich wie Atomwaffen im militärischen Bereich; er sei gemacht, um nicht eingesetzt zu werden. Das ist mehr als zynisch und doppelt falsch. Wie viele Tote gab es nach den Atombombenabwürfen über Japan? Die Krisenfonds sind zur Nutzung da.
Der Kapitalmarkt wird umgangen
Der erste ist schon in Gebrauch und angeblich zu klein für Spanien und was noch kommen mag. Mit den Fonds wird der Kapitalmarkt umgangen und der Zins für Schuldensünder gedrückt. Wem will Baroin da weismachen, die Billion nicht einsetzen zu wollen? Die Zustimmung zur Aufstockung auf etwa 700 Milliarden Euro war der Preis für den Fiskalpakt, den die Bundesregierung im Januar zahlen musste. Nun gibt die Nachforderung aus dem Pariser Wahlkampf einen Vorgeschmack auf das, was mit einem Wahlsieger François Hollande auf Berlin zukäme.
@Dr. Michael Menzel: Da wäre zwar die Kanzlerakte
Gerhard Rohlfs (gerhardrohlfs)
- 30.03.2012, 20:22 Uhr
Alle Politiker tun so, also gäbe es diese Billion ..
Alex Merck (AlexM3)
- 30.03.2012, 16:27 Uhr
Ich kenne schon das Motto der Partie im April...
Maximilian Samwer (espressoschmeckt)
- 30.03.2012, 13:51 Uhr
Wir erleben die größte Sauerei des neuen Milleniums
Dr. Michael Menzel (DrMurke)
- 30.03.2012, 13:39 Uhr
Die Macht, den Schatz von Nibelheim
Uta Vandeloh (vandel)
- 30.03.2012, 13:35 Uhr