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Bankpleiten : Bank of England will Steuerzahler schützen

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Die Bank of England will mehr Sicherheiten von den britischen Banken. Bild: Reuters

Bis 2022 müssen britische Banken 4,5 Milliarden Euro zusätzlich an Mitteln einsammeln. So sollen auch große Banken nicht mehr „too big to fail“ sein.

          Mit höheren Kapitalanforderungen will die Bank of England verhindern, dass bei einem Zusammenbruch einer britischen Bank abermals die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden. Bis 2022 müssten die britischen Institute für diesen Zweck insgesamt noch vier Milliarden Pfund (4,5 Milliarden Euro) an zusätzlichen Eigenmitteln und Anleihen einsammeln, teilte die Notenbank am Montag mit. Damit werde sichergestellt, dass selbst große Banken nicht mehr zu groß sind, um sie untergehen zu lassen (“too big to fail“), sagte der Vize-Gouverneur der Bank of England, Jon Cunliffe. Allein zur Rettung der Royal Bank of Scotland sowie Lloyds waren während der Finanzkrise umgerechnet rund 74,7 Milliarden Euro an Steuergeldern geflossen.

          Die europäischen Regeln zur Bankenabwicklung sehen vor, dass bei einem Banken-Kollaps Anteilseigner und Gläubiger zuerst für die Verluste gerade stehen müssen (“Bail-In“), bevor Geld der Steuerzahler fließt. Die Banken müssen deutlich machen, welches Eigen- und Fremdkapital im Pleitefall zur Verfügung steht. 116 Milliarden Pfund an Fremdkapital, das die Banken bereits aufgenommen haben, müssten klar als „Bail-In“-Mittel (MREL) ausgewiesen werden, erklärte die Bank of England.

          Sie will so sicherstellen, dass Investoren bewusst ist, dass sie bei einer Krise zur Kasse gebeten werden. Allerdings gebe es noch eine abzudeckende Lücke von umgerechnet 4,5 Milliarden Euro. Experten gehen aber davon aus, dass es den Instituten nicht schwerfallen wird, auch diese Mittel bei Anleiheinvestoren einzusammeln.

          London ist der größte Finanzhandelsplatz in Europa. Entsprechend stark ist der Anteil der Finanzindustrie an der Wirtschaftsleistung des Landes. Die Regeln für das Bail-In-fähige Kapital in Großbritannien basieren auf EU-Vorschriften. Es wird erwartet, dass die Vorgaben zur Bankenabwicklung auch nach dem Brexit gelten. In der EU sollen die größten Geldhäuser, zu denen auch die Deutsche Bank zählt, den MREL-Puffer ab 2019 schrittweise aufbauen.

          Quelle: jet./Reuters

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