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Bankenrettung : Die Zombiebanken der EZB

Welche Sicherheiten müssen Banken bei der Zentralbank hinterlegen, wenn sie sich dort Geld leihen? Die Europäische Zentralbank gibt sich immer großzügiger und senkt die Anforderungen. IWF-Chefin Lagarde und ihr Vorstoß für eine „kreative Geldpolitik“ findet in Frankfurt offenbar Gehör.

          Das Retten insolventer Banken gehört nicht zu den Aufgaben der EZB. Aber in Griechenland macht sie das schon - und künftig auch in Spanien. Sie überdehnt ihre Rolle als Finanzierungsquelle der letzten Instanz für vorübergehend illiquide Banken, die als Gegenleistung für Liquiditätsspritzen der EZB beste Wertpapiere als Pfand geben müssen.

          Um die Abwicklung griechischer Banken ohne Geschäftsmodell zu verhindern, hat sie ihren Anspruch an Sicherheit so weit gesenkt, dass sie sogar Transferrechte spanischer Fußballer annimmt. Für Spanien geht die EZB nun noch weiter. Anstatt solvente Banken gegen Sicherheiten zu finanzieren, sorgt sie selbst dafür, dass Banken genügend Sicherheiten haben. Wie das geht?

          Sie akzeptiert auch fragwürdige verbriefte Immobilienkredite (solche Schrottpapiere lösten in Amerika die Weltfinanzkrise aus). So werden die Risiken und Kosten der Spekulationsblase am spanischen Häusermarkt über die EZB-Bilanz sozialisiert, während Boni-Banker der Zombiebanken ihre Gewinne einstreichen. Die IWF-Chefin Lagarde findet in Frankfurt Gehör: kreative und erfindungsreiche Geldpolitik. Soll dafür die EZB auch noch die Bankenaufsicht bekommen?

          Quelle: F.A.Z.

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