04.11.2009 · Die beiden vom britischen Staat geretteten Banken RBS und Lloyds Banking Group müssen Federn lassen. Brüssel pocht darauf, dass die Institute ihre Marktanteile beschränken. Der Rotstift wird zu Recht angesetzt.
Von Bettina SchulzDie beiden vom britischen Staat geretteten Banken RBS und Lloyds Banking Group müssen Federn lassen. Brüssel pocht darauf, dass die Institute ihre Marktanteile vom Kleinkundengeschäft bis hin zum Investmentbanking beschränken. Diese Forderung ist eine notwendige Korrektur der Wettbewerbsverzerrung, die Staatseinfluss auslöst: Sparer schichteten in ihrer Angst Einlagen in den sicheren Hafen von Banken mit staatlicher Rückendeckung um. Diese Institute können sich gleichzeitig billiger refinanzieren und ihre vermeintliche Stärke im Investmentbanking forscher einsetzen. Dies stützt die Marktposition der Staatsbanken gegenüber der privaten Konkurrenz.
In den Turbulenzen der Finanzkrise haben viele Banken und Hypothekeninstitute den Markt verlassen müssen. Das Geschäft konzentriert sich jetzt auf weniger Marktteilnehmer. Staatseinfluss ist da nicht im Interesse einer wettbewerbsorientierten Marktwirtschaft. So wird der Rotstift zu Recht angesetzt. Den betroffenen Instituten bleibt genug, um ihr Geschäft in Zukunft erfolgreich auszurichten. Der beste Beweis dafür ist die Zuversicht der Lloyds Banking Group mit ihrer Kapitalerhöhung.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.397,64 | +1,52% |
| Dow Jones | 12.597,50 | +1,15% |
| EUR/USD | 1,2529 | −0,10% |
| Rohöl Brent Crude | 107,48 $ | +0,21% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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