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Bankenkrise Spanien besorgt wegen mehr fauler Kredite

 ·  Die Banken in Spanien haben mit immer mehr faulen Krediten zu kämpfen. Die Quote der vom Ausfall bedrohten Verbindlichkeiten stieg im Juli auf das Rekordhoch von fast 10 Prozent des gesamten Kredit-Bestandes.

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In Spanien wächst die Sorge vor einer Verschlimmerung der Wirtschaftskrise, weil angesichts der Rezession immer mehr Menschen Kredite nicht zurückzahlen können. Wie problematisch die Situation ist, zeigt der am Dienstag von der spanischen Zentralbank veröffentlichte Umfang der „faulen Kredite“ in den Bilanzen spanischer Banken. Demnach stieg der Anteil nicht bedienter Kredite im Juli auf 9,86 Prozent. Im Juli 2011 hatte die Säumnisrate noch 6,93 Prozent betragen. Die faulen Kredite erreichten ein Rekordvolumen von knapp 170 Milliarden Euro. Dies erhöht den Druck für das Land, unter den Rettungsschirm zu schlüpfen.

Widerstand gegen die Sparbemühungen

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hatte Madrid davor gewarnt, sich mit einer Entscheidung zu viel Zeit zu lassen. „Die Ungewissheit bedeutet ein Risiko“, betonte der Vizepräsident der EU-Kommission nach Angaben der Zeitung „El País“. Er fügte hinzu: „Sie kann dazu führen, dass die Spannungen auf den Anleihemärkten wieder zunehmen.“ Um von der EZB Unterstützung zu erhalten, muss Spanien einen neuen Hilfsantrag in Brüssel vorlegen und weitere Auflagen mit seinen europäischen Partnern aushandeln. Der Widerstand gegen die Sparbemühungen ist in der Bevölkerung groß. Die Regierung riskiert einen Gesichtsverlust, wenn sie sich zu weiteren Einschnitten verpflichtet.

Die Aussicht auf Käufe spanischer Anleihen durch die EZB zeigt immerhin Wirkung: Am Dienstag konnte sich Spanien günstiger frisches Geld von Investoren besorgen. Dementsprechend konnte das Land mit knapp 4,6 Milliarden Euro sogar etwas mehr Geld aufnehmen, als eigentlich geplant war. An den Sekundärmärkten stieg jedoch der Zins für zweijährige Anleihen nach einer Erholungsphase von 2,6 Prozent auf 3,2 Prozent.

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Von Hendrik Kafsack, Brüssel

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