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Bankenkrise KfW trennt sich von angeschlagener IKB

18.01.2008 ·  Gut ein halbes Jahr nach der Beinahe-Pleite der Mittelstandsbank IKB wollen die größten Aktionäre ihre Anteile an dem Düsseldorfer Institut abstoßen. Das Interesse potentieller Käufer hat sich jedoch deutlich abgekühlt.

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Der Verkaufsverfahren für die angeschlagene Mittelstandsbank IKB hat begonnen. Gut ein halbes Jahr nach der Fast- Pleite wollen die größten Aktionäre ihre Anteile an dem Düsseldorfer Institut abstoßen. Sowohl die staatliche KfW (37,8 Prozent) als auch die Stiftung Industrieforschung (11,8) suchen nach Käufern für ihre IKB-Anteile. Der Verkaufsprozess sei am Freitag gestartet worden, teilte die KfW in Frankfurt mit.

Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX will sich auch die Privatbank Sal Oppenheim von ihren 5 Prozent trennen. Damit stünden insgesamt 54,6 Prozent der IKB zum Verkauf.

Milliardenschwerer Rettungspakt

Die IKB war infolge der Krise am Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite (subprime) in Existenznot geraten. Um das Institut zu retten, war die KfW Ende Juli eingesprungen. Daneben beteiligte sich fast die gesamte deutsche Kreditwirtschaft an einem milliardenschweren Rettungspaket.

Interessenten für die IKB-Anteile können auf Basis eines Memorandums nicht bindende Gebote abgeben, wie die KfW mitteilte. In einem zweiten Schritt soll verbleibenden Bietern die Prüfung detaillierter Unterlagen bei der IKB („Due Diligence“) ermöglicht werden - als Basis für bindende Angebote. Die KfW wird beim Verkaufsprozess von der US-Investmentbank Merrill Lynch beraten. Merrill Lynch ist auch Ansprechpartner für potenzielle Bieter.

Mögliche Interessenten angeschrieben

Die KfW rechnet in den nächsten Wochen mit ersten nicht bindenden Angeboten. Mögliche Interessenten seien angeschrieben worden, hieß es in Finanzkreisen. Potenzielle Käufer wie die Commerzbank und die genossenschaftlichen Zentralinstitute DZ und WGZ hatten jedoch in den vergangenen Wochen signalisiert, dass sich ihr Interesse an der IKB wegen deren Schieflage deutlich abgekühlt habe.

KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier hatte Mitte Dezember bekanntgegeben, dass die staatliche Bank ihre IKB-Beteiligung um 400 Millionen Euro abgeschrieben habe. Zur Risikovorsorge musste die Förderbank nach damaligen Angaben einen Betrag von 4,95 Milliarden Euro zurücklegen. Der KfW-Anteil an der IKB kann sich wegen einer sogenannten Wandelanleihe auf bis zu 43,4 Prozent erhöhen.

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Von Kerstin Schwenn

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