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Bankenkrise Das Geld des Bürgers

12.02.2008 ·  Schwüre, für die Rettung der mehrheitlich im privaten Besitz befindlichen IKB werde kein Steuergeld eingesetzt, sind nicht mehr zu vernehmen. Doch das Geld des Bürgers ist für Fehlleistungen einzelner Manager nicht da.

Von Holger Appel
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Um die Rettung der Düsseldorfer IKB Bank wird auf höchster Ebene gerungen. Das Finanzministerium ist ebenso engagiert wie das Wirtschaftsministerium. Die Minister sind qua Amt dabei, Gutes muss das nicht bedeuten. Schwüre, für die Rettung der mehrheitlich im privaten Besitz befindlichen IKB werde kein Steuergeld eingesetzt, sind nicht mehr zu vernehmen.

Einig sind sich alle nur noch, dass die Fördertätigkeit des Anteilseigners KfW nicht leiden darf. Was heißt das? Weigern sich die privaten Banken, über ihr bestehendes Engagement Geld in die IKB zu investieren, müsste die Staatsbank KfW den neuen Fehlbetrag schultern.

Es besteht allenfalls Interesse an der guten Kundenkartei

Das kann sie nicht ohne Kapitalerhöhung aus Berlin. Aber mit welchem Anspruch sollte sie erfolgen? Verfinge das Argument der Staatsbanker, die Rettung der IKB vermeide einen Imageschaden des Finanzplatzes Deutschland, müsste auch den privaten Banken an einem Überleben des eher kleinen Düsseldorfer Instituts gelegen sein.

Doch davon ist wenig zu spüren, es besteht allenfalls Interesse an der guten Kundenkartei. Sollen sich die Banken überlegen, was sie fürchten und was nicht. Das Geld des Bürgers jedenfalls ist für Fehlleistungen einzelner Manager nicht da.

Quelle: F.A.Z., 12.02.2008, Nr. 36 / Seite 9
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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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