17.12.2009 · Internationale Regeln sind offenbar ohne Scharmützel um nationale Vorteile nicht zu haben. Davon zeugen die harten Positionskämpfe um die neue Architektur des internationalen Bankensystems. Deutschland hat nun einen wertvollen Punktsieg errungen.
Von Stefan RuhkampInternationale Regeln sind offenbar ohne Scharmützel um nationale Vorteile nicht zu haben. Davon zeugen die harten Positionskämpfe um die neue Architektur des internationalen Bankensystems. Deutschland hat nun im Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht einen wertvollen Punktsieg errungen.
Mit guten Argumenten wird die herkömmliche Finanzierungsform der Sparkassen und Genossenschaftsbanken bewahrt. Das ist in diesem Fall erfreulich, weil das Eigenkapital dieser Institute allemal so sinnvoll strukturiert und wertvoll ist wie das der kapitalmarktbasierten Aktiengesellschaften angelsächsischer Prägung.
Doch Bundesbank und Bankenaufsicht, die für Deutschland die Verhandlungen führen, sollten die Stärkung des eigenen Finanzplatzes nicht zur alleinigen Maxime machen - selbst dann nicht, wenn andere Länder weniger altruistisch vorgehen sollten. Denn wenn jede Seite ausschließlich die Interessen der eigenen Finanzbranche vertritt, können vernünftige Lösungen verbaut werden.
Die einseitige Förderung nationaler Finanzplatzinteressen kann für die Stabilität des Weltfinanzsystems sogar zur Gefahr werden. Auch das ist eine Lehre aus der Finanzmarktkrise.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.397,64 | +1,52% |
| Dow Jones | 12.597,50 | +1,15% |
| EUR/USD | 1,2529 | −0,10% |
| Rohöl Brent Crude | 107,48 $ | +0,21% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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