08.08.2008 · In einer Nacht-und-Nebel-Aktion übernimmt die Finanzbranche die Verantwortung in einer Affäre, die noch gar nicht richtig ans Licht gekommen war. Citigroup, Merrill Lynch und UBS geben Milliardenbeträge aus, um Wertpapiere von ihren Kunden zurückzukaufen. Andere Banken dürften folgen.
Von Roland LindnerIn einer Nacht-und-Nebel-Aktion übernimmt die Finanzbranche die Verantwortung in einer Affäre, die noch gar nicht richtig ans Licht gekommen war. Citigroup, Merrill Lynch und UBS geben Milliardenbeträge aus, um Wertpapiere von ihren Kunden zurückzukaufen. Andere Banken dürften folgen.
Die Finanzbranche hat offenbar gemerkt, dass sich hier ein gewaltiger Skandal zusammenbraut, und macht nun lieber gleich reinen Tisch. Die Praktiken bei der Vermarktung dieser sogenannten Auktionspapiere sind immer stärker ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Banken haben ihren Kunden diese komplizierten Finanzvehikel als sichere und liquide Anlage verkauft.
Im Zuge der Kreditkrise fror dieses Segment aber schlagartig ein, Anleger saßen auf ihren Papieren fest. Sie können jetzt aufatmen, weil sie die Papiere loswerden. Die Kernfrage bleibt mit den Vergleichen freilich unbeantwortet: Haben die Banken die Finanzvehikel ihren Kunden noch angepriesen, als sie schon merkten, dass der Markt zusammenbrach? Anleger sollten aus der Affäre eine Lehre ziehen. Es ist immer Vorsicht geboten, wenn hochkomplexe Finanzprodukte als todsichere Geldanlage vermarktet werden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.397,64 | +1,52% |
| Dow Jones | 12.597,50 | +1,15% |
| EUR/USD | 1,2529 | −0,10% |
| Rohöl Brent Crude | 107,48 $ | +0,21% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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