08.02.2005 · Die Erträge wachsen schneller als die Kosten, das verwaltete Vermögen nähert sich dem Umfang des amerikanischen Haushalts. Die Schweizer UBS blickt zurück auf ein Jahr der Superlative.
Der Schweizer Bankkonzern UBS hat 2004 mit einem Gewinn von 8,09 (Vorjahr 6,24) Milliarden Schweizer Franken as beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Der Geschäftsertrag habe in allem Bereichen gesteigert werden können, teilte UBS am Dienstag mit. Und die Kosten wuchsen weniger schnell als die Erträge.
Besonders stark erhöht hätten sich die vermögensabhängigen Erträge. Auch das laufende Jahr habe sehr gut begonnen, sagte Finanzchef Clive Standish in einer ersten Telefonkonferenz zu den Ergebnissen. Die Finanzmärkte würden einen positiven Grundton aufweisen.
Auch künftig will die UBS laut Standish kleine, ergänzende Zukäufe tätigen. UBS-CEO Peter Wuffli teilte mit, „die Suche nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten“ bleibe oberste Priorität. Mit Zukäufen solle das weitere Wachstum unterstützt werden. Nicht benötigtes Kapital soll dagegen an die Aktionäre zurückerstattet werden. Mit den Akquisitionen des vergangenen Jahres zeigte sich Wuffli zufrieden.
UBS hat 2004 eine Reihe von Akquisitionen angekündigt - darunter die Übernahme der Capital Markets Division der Charles Schwab Corporation. Zudem teilte die schweizerische Bank einige kleinere Akquisitionen in der Vermögensverwaltung (Wealth Management) mit. Das so erworbene verwaltete Vermögen beträgt rund 40 Milliarden Franken, der Kaufpreis summiert sich auf rund 1 Milliarde Franken. Insgesamt erhöhte sich der Nettomittelzufluß der UBS im vergangenen Jahr um 29 Prozent auf 88,9 (69,1) Milliarden Franken.
2250 Milliarden Franken verwaltet
Auch darauf sei das gute Ergebnis des Jahres 2004 zurückzuführen. Die verwalteten Vermögen betrugen zum Jahresende 2250 Milliarden Franken nach 2261 Milliarden Ende September 2004 und 2133 Milliarden Franken im Jahr zuvor.
Aber auch das Investmentbanking konnte den Jahresgewinn vor Steuern um drei Prozent auf 1,23 Milliarden Franken steigern. Das Wealth Management verbesserte den Gewinn allerdings um 18 Prozent auf 831 Millionen Franken.
2 Milliarden Franken Quartalsgewinn
Im letzten Quartal 2004 allein fiel ein Gewinn von 2,021 Milliarden Franken an, der damit über den Prognosen lag. Analysten hatten einen Gewinn von 1,80 Milliarden Franken erwartet. Das Bankgeschäft steuerte 1,993 Milliarden Franken zu dem Gewin bei. Im Vorquartal erzielte UBS einen Gewinn von 1,671 Milliarden Franken und im entsprechenden Vorjahresquartal hatte er bei 1,808 Milliarden Franken gelegen. Die Dividende will UBS auf 3,0 (2,60) Franken je Aktie erhöhen.
Im Schlußquartal verlangsamte sich in der Vermögensverwaltung der Zufluß von Neugeld etwas. Der Neugeldzufluß der Gruppe lag bei 16,4 Milliarden nach 20,5 Milliarden Franken im Quartal davor. Im Wealth Management lag er bei 13,3 Milliarden Franken im Vergleich zu 16,7 Milliarden Franken im Quartal davor. Das Wealth Management im engeren Sinne kam auf einen Zufluß von 6,5 Milliarden Franken nach 11,4 Milliarden Franken im Vorquartal. Wealth Management USA konnte dagegen das Neugeld trotz des schwächeren Dollars auf 6,8 Milliarden von 5,3 Milliarden Franken im Vorquartal steigern.
Kosten unter Kontrolle
Die Kosten hatte der Konzern über das Jahr gesehen unter Kontrolle. Das Aufwand-Ertragsverhältnis sank auf 72,6 Prozent. Mit Blick auf das laufende Jahr hieß es, ein Rekordergebnis zu übertreffen stelle immer ein Herausforderung dar. Die Bank werde wie immer mit dem schwierig vorauszusehenden Auf und Ab der internationalen Finanzmärkte konfrontiert sein.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.397,64 | +1,52% |
| Dow Jones | 12.597,50 | +1,15% |
| EUR/USD | 1,2529 | −0,10% |
| Rohöl Brent Crude | 107,48 $ | +0,21% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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