Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) ist nach einem Beschluss ihrer Gremien zu einem weiteren Einstieg bei der finanziell angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin bereit und strebt den Zusammenschluss beider Banken an.
Eine entsprechende Offerte werde an das Land Berlin übermittelt, teilten Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Aller und Nord/LB-Vorstandschef Manfred Bodin am Montagabend in Hannover mit. Die unternehmerische Führung müsse dabei künftig nach ihren Worten bei der Nord/LB liegen. Als weitere Partner kämen der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), mit dem das Angebot abgestimmt sei, oder andere Mitglieder der Sparkassenorganisation in Betracht.
Von den weiteren Beratungen mit dem Land Berlin werde dann abhängen, in welchem Umfang sich die Nord/LB an der geplanten Kapitalerhöhung beteiligen werde. „Es geht nicht allein um die Kapitalerhöhung, sondern um ein strukturiertes Angebot", sagte Bodin.
Die Nord/LB ist mit 20 Prozent bislang zweitgrößter Eigner des Bankenkonzerns nach dem Land Berlin, das 56,6 Prozent hält. Die Bankgesellschaft benötigt gut zwei Milliarden Euro.