15.08.2009 · Die deutsche Finanzaufsicht will die Vergütungssysteme der Banken strenger reglementieren. Doch sind Zweifel angebracht, ob die nun vorgelegten Regeln ausreichen. Der Vorstoß der Aufsicht beeindruckt die Banker nicht.
Von Markus FrühaufDie deutsche Finanzaufsicht will die Vergütungssysteme der Banken strenger reglementieren. Doch sind Zweifel angebracht, ob die nun vorgelegten Regeln ausreichen. Der Vorstoß der Aufsicht beeindruckt die Banker nicht. Selbst Banken, die staatliche Kapitalhilfe erhalten haben, kennen keine Scham, ihren Mitarbeitern Prämien auszuzahlen. Fadenscheinig wird das (Un-)Wort "Boni" vermieden, doch handelt es sich um nichts anderes.
In der Commerzbank heißen sie "Integrationsmehraufwandspauschale" oder "Stabilisierungsprämie". Die verstaatlichte Hypo Real Estate hat an ihren Vorstandschef Axel Wieandt eine "Sonderzahlung" von 500.000 Euro geleistet. Damit das Institut überleben konnte, waren Garantien über 102 Milliarden Euro notwendig, die vor allem der Steuerzahler aufbrachte. HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher erhält 2,9 Millionen Euro, obwohl Hamburg und Schleswig-Holstein sein Institut mit 13 Milliarden Euro retten mussten. In Amerika zahlen staatlich gestützte Banken wie die Bank of America schon wieder Antrittsboni. Von vage formulierten Verwaltungsanweisungen werden sich die Banken bestimmt nicht abschrecken lassen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.397,99 | +1,54% |
| Dow Jones | 12.599,70 | +1,16% |
| EUR/USD | 1,2523 | −0,15% |
| Rohöl Brent Crude | 107,49 $ | +0,21% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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