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Banken Kreditgewerbe hat die Talsohle erreicht

01.01.2003 ·  Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die Situation im deutschen Kreditgewerbe wieder verbessert.

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Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die Situation im deutschen Kreditgewerbe wieder verbessert: „Es spricht vieles dafür, dass wir die Talsohle erreicht haben“, sagte Bundesbank-Vorstand Edgar Meister.

Meister lobte die Kreditinstitute dafür, dass sie entschlossen die Kosten verringert und ihre Geschäftsmodelle neu ausgerichtet hätten. „Es ist eine Mär, dass die deutschen Banken schlecht gemanagt sind“, sagte er im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Welt/Dienstagausgabe). Die Banken hätten ihre Probleme erkannt und arbeiteten seit längerem zielstrebig an der Lösung.

Keine Ungleichgewichte auf dem Immobilienmarkt

Dies gelte nicht nur für die Großbanken, sondern auch für den öffentlich-rechtlichen und den genossenschaftlichen Kreditsektor. Zu keinem Zeitpunkt habe in diesem Jahr die Gefahr einer Liquiditätskrise bestanden.

Das deutsche Bankensystem bezeichnete Meister laut „Welt“ als „fundamental gesund“. Außerdem gebe es in Deutschland keine Ungleichgewichte auf dem Immobilienmarkt wie in anderen Volkswirtschaften. „Deshalb kann von einer Krise des Bankensystems oder japanischen Verhältnissen keine Rede sein.“ Allerdings halte er eine weitere Konsolidierung des deutschen Bankensystems für wünschenswert. Es sei jedoch unrealistisch zu erwarten, dass „die Großbanken schon bald eine Sparkasse nach der anderen übernehmen könnten“.

Futter für angelsächsische Analysten

Eine weitere Konsolidierung könne innerhalb der einzelnen Sektoren durch Fusionen und Übernahmen erfolgen. Außerdem gebe es genug Bereiche - etwa den Zahlungsverkehr, die Wertpapier- oder die Kreditabwicklung - in denen eine Zusammenarbeit sektorübergreifend möglich sei.

„Ich verstehe deshalb nicht, dass die privaten Banken hauptsächlich auf das Drei-Säulensystem zeigen. Damit geben sie den angelsächsischen Analysten das Futter für schlechte Bewertungen.“ Laut Meister hat die Notenbank nicht vor, sich wie die Währungshüter in Frankreich oder Spanien in die Konsolidierung einzuschalten: „Grundsätzlich fahren wir in Deutschland gut damit, dass wir von Staatsseite nicht aktiv in solche Strukturfragen des Finanzmarkts eingreifen. Der Markt kann das viel besser regeln.“

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