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Banken Immer wieder auf und nieder

23.02.2009 ·  Banken sollen gezwungen werden, in guten Zeiten zusätzlich Eigenkapital anzuhäufen. Das bremst das Tempo des Booms ab und bildet zugleich ein Polster für schlechte Zeiten.

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Prozyklizität ist das wahre Unwort der Krise. Das Wort muss man sich merken, denn der dahinter steckende Sachverhalt ist schuld am Auf und Ab der Wirtschaft: In Boomphasen verbreitet sich rasch Optimismus über das Wachstumspotential einer Wirtschaft. In solchen Zeiten blüht der Leichtsinn, mit dem Geschäfte getätigt und Kredite vergeben werden. Zentralbanken werden verleitet, Geld billig zu machen, was wiederum die Preise nach oben treibt und die Spendierlaune der Menschen anregt. Der Optimismus produziert noch mehr Optimismus. Leider wirkt derselbe Mechanismus auch auf dem Weg nach unten: Dann wird plötzlich jenen der Kredit verweigert, denen er früher billigst nachgeschmissen wurde. Und jedes neu aufkommende Risiko zwingt die Banken, entweder ihr Eigenkapital zu erhöhen oder ihre Ausleihungen weiter zurückzufahren.

Kluge Regulierer plädieren deshalb jetzt für antizyklische Vorschriften. Banken sollen gezwungen werden, in guten Zeiten zusätzlich Eigenkapital anzuhäufen ("preemptive tightening"). Das bremst das Tempo des Booms ab und bildet zugleich ein Polster für schlechte Zeiten, welches im Abschwung Verluste zu begrenzen hilft. Insgesamt tragen solche Vorschriften dazu bei, die Ausschläge der Zyklen zu mäßigen. Das hört sich theoretisch schöner an, als es praktisch umzusetzen ist. Wer stellt fest, wann Aufschwung ist und wann Abschwung? Was machen international tätige Banken, die gleichzeitig in Aufschwung- und Abschwungregionen Geschäfte machen?

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Von Holger Steltzner

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