17.06.2010 · In einer Phase, da das Misstrauen auf den Märkten im Wochentakt ganze Länder und Bankensysteme in die Enge treibt, hilft nur noch Offenheit. Deshalb sollten die Ergebnisse der Bankenstresstests auf den Tisch.
Von Stefan RuhkampDie betroffenen Banken wenden zwar ein, dass die Veröffentlichung heikel sei. Denn mitunter werden so auch unberechtigte Ängste geschürt. Stresstests sind Szenario-Rechnungen, die zu einem guten Teil von den Annahmen abhängen. Doch die Sorge vor einer zusätzlichen Verunsicherung ist in diesem Fall gering. Wer sollte verunsichert werden, wenn sich viele Banken untereinander ohnehin so sehr misstrauen, dass sie sich nicht einmal über Nacht Geld anvertrauen?
Einzelne Banken können ihre Zustimmung zur Veröffentlichung zwar verweigern, aber das werden sie nicht durchhalten. Denn die soliden Banken werden ihre Ergebnisse gerne zeigen und so den Druck auf die Verweigerer erhöhen. Sollten die Ergebnisse der Tests für einige Banken tatsächlich bedrohliche Folgen haben, weil die Märkte weiteren Kredit verweigern, muss der Staat ihnen neues Kapital zur Verfügung stellen. Das wäre zwar nicht erfreulich, aber immer noch besser als ein unendliches Bankendesaster.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.319,85 | −3,26% |
| Dow Jones | 12.142,80 | −2,02% |
| EUR/USD | 1,2395 | +0,27% |
| Rohöl Brent Crude | 98,46 $ | −3,11% |
| Gold | 1.558,00 $ | 0,00% |
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