Home
http://www.faz.net/-gqe-438w
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Banken Hypo-Vereinsbank erstmals mit Jahresverlust

19.02.2003 ·  Börsenflaute und Pleitewelle haben das zweitgrößte deutsche Bankhaus unerwartet tief in die roten Zahlen getrieben. Beim Ausblick hielt sich die Bank deutlich zurück.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Hypo-Vereinsbank (HVB) hat 2002 angesichts der Krise auf den Finanzmärkten sowie hoher Risiken in den eigenen Kreditbüchern erstmals in ihrer Geschichte ein Gesamtjahr mit einem Nettoverlust abgeschlossen. Allein im vierten Quartal verzeichnete die Bank einen Milliarden-Verlust, der deutlich höher ausfiel als von Analysten geschätzt.

Der Verlust vor Steuern im Gesamtjahr habe 821 Millionen Euro betragen nach einem Gewinn von 1,549 Milliarden Euro im Jahr davor, teilte Deutschlands zweitgrößtes Kreditinstitut am Mittwoch in München mit. Im vierten Quartal verbuchte die Bank vor Steuern dabei ein Minus von 1,085 Milliarden Euro. Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage im Durchschnitt dagegen einen Vorsteuerverlust von 657 Millionen Euro prognostiziert.

Risikovorsorge belastet Schlussquartal - keine Dividende

Entscheidend für das schwache Ergebnis war auch im Schlussquartal die hohe Vorsorge für Risiken im Kreditgeschäft. Die Risikovorsorge habe sich für den Zeitraum Oktober bis Dezember auf 1,321 Milliarden Euro belaufen nach schon 1,232 Milliarden Euro im dritten Quartal. Das Management der Bank sprach am Mittwoch vom schlechtesten Jahr der Konzerngeschichte. Die Aktionäre sollen keine Dividende erhalten.

Zur erwarteten Geschäftsentwicklung im neuen Jahr hielt sich die HVB-Gruppe zunächst bedeckt. Es gebe Signale, dass die Talsohle im vierten Quartal des vergangenen Jahres durchschritten worden sei, hieß es lediglich am Morgen.

Um die Krise zu überwinden, hat Vorstandssprecher Dieter Rampl eine Umstrukturierung angekündigt. Der breit aufgestellte Konzern soll zu einer Bank für Privat- und Firmenkunden in Mitteleuropa umgebaut und das riskante Kreditbuch deutlich zurückgeführt werden.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 43 151

29.05.2012 17:09 Uhr
  Vortag
Dax 6.416,44 +1,47%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.397,99 +1,54%
Dow Jones 12.599,70 +1,16%
EUR/USD 1,2523 −0,15%
Rohöl Brent Crude 107,49 $ +0,21%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.