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Banken Deutsche Bank-Chef verdient 6,9 Millionen Euro

27.03.2003 ·  Im Bemühen um mehr Transparenz für Investoren hat die Deutsche Bank erstmals die Bezüge ihrer Vorstandsmitglieder veröffentlicht. Insgesamt zahlte die Bank den Vorstandsmitgliedern 27,2 Millionen Euro.

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Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat im vergangenen Jahr 6,9 Millionen Euro verdient. Der Verdienst setzt sich zusammen aus einer Vergütung von 6,2 Millionen Euro (Gehalt, Boni, Anteile) und Aktien-Optionen über 700.000 Euro. Es ist das erste Mal, dass die Deutsche Bank im Bemühen um „Corporate Governance“ detailliert die Bezüge einzelner Vorstände offengelegt hat. Insgesamt zahlte die größte deutsche Bank ihrem Vorstand 27,2 Millionen Euro.

Die Deutsche Bank ist 2002 allein dank des Verkaufs von Unternehmensbeteiligungen an einem Verlust vorbeigeschrammt. Der Jahresüberschuss lag bei 397 Millionen Euro. Der Aktienkurs der Deutschen Bank fiel um rund 42 Prozent, in etwa so stark wie der Deutsche Aktienindex.

Während die Finanzinstitute weltweit im vergangenen Jahr starke Einbußen erlitten, sind die Bezüge der Bankvorstände gesunken. Eine Zusammenstellung der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigt, dass die Bezüge in Europa weniger stark gefallen sind als in den Vereinigten Staaten: Ackermann verdiente danach 14 Prozent weniger als sein Vorgänger Rolf Breuer im Jahr 2001.

Sanford Weill, Chef der amerikanischen Citigroup, der weltweit größten Bank, musste dagegen auf mehr als zwei Drittel seines Verdienst verzichten. 2002 verdiente Weill ungefähr 9 Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro). Im Vorjahr waren es dagegen mehr als 30 Millionen Dollar (rund 28,3 Millionen Euro), rechnet man Gehalt, Boni, Anteile und Aktien-Optionen zusammen.

Marcel Ospel, Chef der größten Schweizer Bank UBS, verdiente im vergangenen Jahr 12,5 Millionen Franken (rund 8,5 Millionen Euro) und damit gleich viel wie im Vorjahr.

Sir Keith Whitson, Chef der HSBC Holding, der nach Marktwert weltweit drittgrößten Bank, erhielt im vergangenen Jahr 2,17 Millionen Pfund (rund 3,2 Millionen Euro) und damit rund 43 Prozent mehr als 2001.

Fred Goodwin, Chef der Royal Bank of Scotland, verdiente 2002 rund 2,58 Millionen Pfund (rund 3,8 Millionen Euro), 64 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Hypo-Vereinsbank zahlte ihren sieben Vorständen im vergangenen Jahr 10 Millionen Euro, weniger als die Hälfte der 27 Millionen Euro im Vorjahr. Wie mehr als zwei Drittel der im 30 im Deutschen Aktienindex gehandelten Unternehmen legt die HVB nicht offen, wie viel die einzelnen Vorstandsmitglieder erhalten.

Nach Angaben der Deutschen Bank setzen sich die 27,2 Millionen Euro für den Vorstand aus Grundgehältern und überwiegend gewinnorientierten Bonuszahlungen sowie Aktien-Optionen zusammen. Die Grundgehälter betragen zusammen 4,1 Millionen Euro; 22,4 Millionen Euro waren Boni und andere leistungsabhängige Zahlungen. Die Gesamtsumme von 27,2 Millionen Euro bezieht sich auf die Bezüge der vier aktuellen Vorstandsmitglieder sowie die vier im Jahresverlauf ausgeschiedenen Mitglieder.

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