15.02.2005 · Die Commerzbank ist 2004 nach einem Rekordverlust im Vorjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt und blicktoptimistisch in die Zukunft. 393 Millionen Euro Jahresüberschuß liegen unter Schätzungen der Analysten.
Nach dem Milliardenverlust 2003 hat die Commerzbank 2004 einen Gewinn von knapp 400 Millionen Euro eingefahren. Wie die Bank am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, soll den Aktionären wieder eine Dividende (0,25 Euro je Aktie) gezahlt werden. Die Börse quittierte das Ergebnis mit einem Anstieg des Commerzbank-Papiers um rund 1,5 Prozent.
Im vierten Quartal konnte die Bank ihr im Vorquartal eingebrochenes Handelsergebnis wieder deutlich steigern und unterm Strich die roten in schwarze Zahlen ummünzen. Belastet wurde das Jahresergebnis durch Kosten für den Personalabbau im Investmentbanking (132 Millionen Euro). Dort sollen überwiegend im Ausland 900 Stellen abgebaut werden. Der Bereich wird wegen mangelnder Erfolge geschrumpft. Auch die polnische Tochter BRE Bank machte der Commerzbank keine Freude und verursachte im Schlußquartal Sonderbelastungen von 49 Millionen Euro.
Mehr Stellen
Die Zahl der Stellen ist nach 32.377 im Jahr 2003 leicht auf 32.820 gestiegen. Die Nachsteuerrendite (im vergangenen Jahr nicht veröffentlicht) lag bei 4,4 Prozent. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurden 2004 mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 87 Prozent auf 1,043 Milliarden Euro (2003: 559 Millionen Euro) „große Fortschritte“ gemacht.
Beim Zinsüberschuß erzielte die Bank trotz schwacher Kreditnachfrage und leicht rückläufiger Risikoaktiva einen Zuwachs von 7,7 Prozent. Da zugleich die Wertberichtigungen im Kreditgeschäft (836 Millionen Euro) um mehr als ein Fünftel gesenkt worden seien, lag der Zinsüberschuß nach Risikovorsorge um 27,4 Prozent über Vorjahr.
Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller, der auf einer Pressekonferenz an diesem Mittwoch die Bilanz 2004 detaillierter vorstellen soll, sagte zu den Zahlen: „Wie zu Jahresbeginn versprochen, haben wir 2004 unser operatives Ergebnis markant verbessert und sind auf dem Weg zu höheren Eigenkapitalrenditen gut vorangekommen.“ Die Risiken im Kreditgeschäft und die Kosten habe die Bank in Griff, bei den Erträgen sei eine Belebung zu spüren. „Für das Jahr 2005 bleiben wir zuversichtlich, eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens 8 Prozent zu erzielen. Ein guter Auftakt im Januar bestätigt uns in dieser Erwartung.“
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2479 | −0,08% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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