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Bahnprivatisierung Bahn soll in diesem Jahr an die Börse gehen

29.04.2008 ·  Die von den Koalitionsspitzen gebilligte Teilprivatisierung der Bahn kommt nach Angaben von Verkehrsminister Tiefensee Ende dieses Jahres oder Anfang 2009. Je nach Marktlage sollen die vereinbarten 24,9 Prozent an einer neuen Holding an Investoren verkauft werden, sagte der SPD-Politiker.

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Die von den Koalitionsspitzen gebilligte Teilprivatisierung der Bahn kommt nach Angaben von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee Ende dieses Jahres oder Anfang 2009. „Wir hoffen, dass das noch im Jahr 2008, November/Dezember, gelingen könnte“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. „Wenn der Markt das nicht hergibt, dann wird man vielleicht noch ein, zwei, drei Monate warten.“

Die Spitzen von Union und SPD hatten bei einem Treffen am Montagabend den Weg zur lange umstrittenen Privatisierung des Staatsunternehmens frei gemacht. Danach sollen bis zu 24,9 Prozent der Personen- und Güterverkehrssparte einer neuen Bahn-Holding an Investoren verkauft werden.

Börsengang soll bis zu acht Milliarden Euro bringen

Tiefensee erwartet vom Verkauf der Anteile nach eigenen Worten Erlöse von bis zu acht Milliarden Euro. Schätzungen verschiedener Investmentbanken lägen in einer Spanne von fünf bis acht Milliarden, sagte er. Er bekräftigte den Plan, wonach ein Drittel der Erlöse das Eigenkapital der Bahn stärken, ein Drittel zur Modernisierung von Strecken und Bahnhöfen verwendet und ein weiteres Drittel in den Bundesetat fließen soll.

Auch das zusätzliche Kapital für das Unternehmen solle in Deutschland investiert werden. Tiefensee rechne damit, dass die Begrenzung des Privatisierungsanteils auf 24,9 Prozent auch in einem Tarifvertrag fixiert werde. Dagegen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt, dass sie darin einen ersten Schritt sieht.

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