Strom wird teurer, Benzin sowieso. In den vergangenen zwei Jahren sind die Preise dafür um zweistellige Prozentsätze gestiegen. Daneben nimmt sich die jüngste Ankündigung der Bahn fast bescheiden aus: Zum Fahrplanwechsel im Dezember erhöht sie die Fahrpreise im Schnitt um 2,8 Prozent - nach 3,7 Prozent im Fernverkehr vor einem Jahr.
Preiserhöhungen sind bei der Bahn zur Routine geworden. Nur einmal im zurückliegenden Jahrzehnt, nämlich 2010, verzichtete sie auf den tieferen Griff in die Tasche der Kunden. Da hatten im Chaos-Winter zuvor alle Fahrgäste zu spüren bekamen, dass die Bahn mit ihren Zügen falsch kalkuliert hatte. Objektiv hat sich an der Lage nicht viel geändert: Die Bahn hat nach wie vor zu wenig Züge, sie wartet auf die ICE-Lieferung von Siemens.
Die runderneuerten IC-Züge sollen zudem bald aufs Gleis kommen. Der vergangenen Winter war mild, der Sommer auch: Achsen und Bremsen, Heizungen und Klimaanlagen hielten den Anforderungen meist stand. Dieses Glück erlaubt dem Bahnvorstand die neue Preisrunde oberhalb der Inflationsrate. Die Kunden treten damit in Vorleistung, die Bahn muss ihr verbessertes Angebot erst noch liefern.
Wenn ich mich richtig erinnere
Ulrich Dust (knieselstein)
- 25.09.2012, 18:48 Uhr
Bitte?
Patrick Wichmann (Yunkee)
- 25.09.2012, 17:53 Uhr
Die Preise ergeben sich aus den Kosten
Klaus Letis (odysseus_8)
- 25.09.2012, 15:48 Uhr