26.05.2012 · Bahn-Chef Rüdiger Grube spricht im Interview über den Angriff auf die Billigflieger, das Warten auf komfortablere ICE-Züge und den Abschied von Tempo 350.
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Baustellen sind ja schön und gut, wenn sie der Effizienzsteigerung
dienen. Aber warum werden dann Verbindungen angegeben, die schlichtweg
nicht funktionieren können, wegen der Baustellen. Am Sonntag fuhr
ich von Köln via Hamm nach Soest, von da Weiterfahrt mit dem Bus.
Aufgrund einer Baustelle war es gar nicht möglich, dass der ICE
planmässig Hamm erreichen konnte. Via Durchsage wurden gesagt, die
Anschlüsse könnten nicht warten. Aber in Hamm stand der
Anschluss noch da, trotz ca. 15 minütiger Verspätung des ICE.
Und es dauerte nochmal ca. 10 Minuten, bevor der Zug nach Soest los
fuhr. Mit dem Ergebnis, dass ich ca. eine Stunde auf den Bus warten
musste. Hatte ja sonst nichts vor am Pfingtssonntag ...
Danke liebe Bahn.
„Die Bahn ist pünktlich wie selten in ihrer Geschichte“
Die Bahn ist teuer wie nie in ihrer Geschichte.
Zwei Mal in einer Woche je 20 Min. Verspätung auf einer Fernverkehr-Strecke - ist das Pünktlichkeit? Und bequemere ICE-Wagen mit besseren Einstiegmöglichkeiten für schweres Gepäck - gerne, wenn ich dann auch ausreichen Platz für größere Gepäckstücke habe! Dieser ist für die aktuelle Generation der ICEs geopfert worden. Wenn zudem - wie kürzlich wieder einmal miterlebt - ein älteres Ehepaar zwei große Koffer mangels Alternative neben und in seine Sitze zwängt und dafür von der DB-Mitarbeiterin in ruppigem Tonfall ermahnt wird, dann treibt die Bahn ihre Kunden in die Arme der Fluggesellschaften. Wenn das Flugzeug Verspätung hat - was zweifellos oft vorkommt - hat man es bis zum Abflug wenigstens komfortabel, und das nicht nur als 1.Klasse-Passagier. Und das große Gepäck ist ohnehin versorgt. Teurer schließlich ist das Fliegen schon lange nicht mehr. Weder mit Schnelligkeit, noch Zuverlässigkeit, noch Bequemlichkeit und am allerwenigsten mit Serviceorientierung kann die Bahn punkten.
In Deutschland darf jeder jeden Unsinn erzählen...
Ich fahre seit 4 Jahren mit der Bahn nach Norderney in Kurzurlaub (350 km).
In diesem Jahr hat es das erste Mal geklappt, in den Jahren zuvor habe
ich 7,5 bis 9,5 Stunden benötigt. Schon der erste Zug war und ist
immer verspätet, in diesem Jahr hatt ich Glück, dass der
Anschluss auch verspätet war, das hat sich ausgeglichen.
Wenn man auf eine Insel mit regelmäßigem Schiffsverkehr will,
gehts ja noch, aber bei Urlaub auf Juist mit einer Fähre pro Tag
ist die Bahn nicht angeraten.
Ich frage mich immer, ob das Fremdenverkehrsamt einer solchen Insel
nicht ständig die Bahn verklagt wg. Unzuverlässigkeit...
Richtige Rahmenbedingungen für Rüdiger Grube - Nehmt der DB AG das Schiebennetz
Herr Grube ist bedeutend angenehmer als Hartmut Mehdorn.
Nichtsdestotrotz sollten die desaströsen Planungsmassnahmen
schonungslos offengelegt werden. Hatte da nicht ein Bernhard Vogel als
MP in Rheinland Pfalz dafür gesorgt dass die Güterzüge
auch weiterhin durchs Weltkulturerbe Rheintal donnern.
Als MP von Thüringen konnte es dieser dann noch durchsetzen dass
die Strecke nach Berlin aufgrund falscher Streckenführung total
überteuert ist und sich viele Jahre verzögert.
Neben der sinnlosen - weil nicht gütertauglichen NBS von Ulm nach
Stuttgart - zerstört die Bahn kontinuierlich die bestehenden
Gütergleise. Eine Ausweitung des Schienengüterverkehrs wird
immer unwahrscheinlicher.
In den alle 2 Jahre erscheinenden Gutachten den Monopolkomission (im
Auftrag der Bundesregierung) fordert diese das Schienennetz - die DB
Netz AG - aus dem Konzern der Deutschen Bahn AG herauszutrennen (unter
der direkten Kontrolle des Staates). Das ist die Voraussetzung für
Wettbewerb. Rest DB ->Börse etc !
Pünktlich wie selten in ihrer Geschichte?!
Na dann liegt es wohl an Murphys Gesetz, dass ich bei jeder 2. Zugfahrt Verspätungen von mehr als 10 Minuten in Kauf nehmen muss....
Da sieht man mal. was eine börsennotierte Bahngesellschaft für Vorteile birgt.
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst ....
Bevor man hier vorbehaltlos Statistikzahlen des Bahnchefs
übernimmt, sollte doch endlich einmal jemand die Statistikzahlen
der Bahn neutral hinterfragen. Es ist doch komisch, daß z.B.
gerade bei den Massentransportmitteln S-Bahn, sei es in Berlin oder
München, zu massiven Verspätungen kommt und man hört
dann, daß nur 7% der Bahnen verspätet sein sollen.
Da werden z.B. hier in München S-Bahnen einfach komplett gestrichen
oder halten vor dem ausgewiesenen Endbahnhof und man muß
zeitraubend umsteigen, ist so etwas in der Pünktlichkeitsstatistik
hinterlegt? Wie sieht das mit der Pünktlichkeit in den
Hauptverkehrszeiten aus, wo viele Reisende betroffen sind und es
für die Bahn wegen höherer Taktfolge komplizierter wird,
werden diese Verspätungen ausgegelichen mit Pünktlichkeit in
der Nebenzeit, wo wenig Reisende diese Pünktlichkeit genießen dürfen?
Deshalb der Aufruf an die Medien die Statistikwerte der Bahn einmal
genau zu hinterfragen anstatt vorbehaltlos die Werte der Bahn abzudrucken.
Frechheit siegt! In diesem Sinne ist Grube, Chef des Minispät (Ministerium für Verspätung) ein echter Siegertyp. Nur, wer soll ihm diese Geschichten von der schönen neuen Welt glauben? Meine Erfahrung und die jener, die leider keine Alternative zur DB haben, berichtet von einer ganz anderen DB, als sie Grube uns seit Jahren verkaufen möchte. Rollender Schrott anstatt rollendes Material (jedes zweite Klo, jede zweite Tür kaputt, Fahrgäste entweder ofengegart oder schockgefrostet, Züge bleiben auf der Strecke oder setzen die Fahrt einfach nicht mehr fort), institutionalisierte Verspätung, keiner ist zuständig, jährlich 1 bis 2 Mal Preiserhöhungen (immer "moderat", "im Schnitt" um 1,9%, wie die Presse wohlfeil sekundiert, ohne nachzurechnen), Gewinn wird weiterhin nicht ins dt. Kerngeschäft gesteckt, sondern für klein Mehdorns Weltlogistikertraum verbraten, während wir weiter zu Schweinepreisen Sardine in der Büchse spielen. Besserung in Sicht? Nicht nach diesem Interview.
"Knapp 93 Prozent unserer Züge haben weniger als fünf
Minuten Verspätung."
Unter Pünktlichkeit verstehe ich etwas anderes!
Zitat:
Die Pünktlichkeit ist international konkurrenzlos. Sämtliche
Shinkansen-Züge erreichen pro Tag zusammengerechnet eine
Verspätung von unter fünf Minuten. Die durchschnittliche
Verspätung eines einzelnen Shinkansen-Zuges am Ankunftsbahnhof
betrug im Jahre 2005 ganze sechs Sekunden.
Zitat Ende:
Quelle: wikipedia
@Teito Klein
Das Shinkansen-Netz ist nahezu verzweigungsfrei.
UND: sind Sie in Japan auch schonmal was anderes intercity gefahren?
Manche express-Bahn intercity so schnell unterwegs, wie die U-bahn in
der city. Teils auch mit erheblicher Verspätung. Man möchte
gar nicht wissen, wie lang die non-express-Variante braucht.
In Berlin fährt die S-Bahn nicht. Oder sie fährt zu selten
oder unpünktlich, unzuverlässig, überfüllt und
langsam. Das Personal ist grantig. Riesige Baustellen werden aufgerissen
um danach monatelang maximal einen bis zwei Bauarbeiter daran zu setzen.
Ersatzverkehr. "Wir bitten um Ihr Verständnis." Die
Fahrkartenpreise werden aber immer schön angehoben. Klar und die
DDR ist an allem Schuld.
Ich bin kein Ossi, aber Berliner. Und ich kann gar nicht mehr in Worte
fassen, wie verbittert ich bin. So viel Inkompetenz, Misswirtschaft und
wahrscheinlich auch Korruption... und noch nie wurde einer von den
Verantwortlichen bestraft. Klar, denn die DDR ist ja Schuld.
Die DDR gibt es seit 22 Jahren nicht mehr!!! Mir fehlen die Worte. Ich
hab nur noch Verbitterung. Aber Herr Mehdorn hat gutes Geld verdient.
Dank der 7 % Unpünktlichen Züge...
habe ich vor einigen Tagen fast zwei Stunden am Kobelnzer Hauptbahnhof verbracht...
Im Übrigen: Wenn man die Unpünktlichkeit hochrechnet liegt bei
zwei mal Umsteigen die Chance, einen verspäteten Zug zu erwischen
bei 20%. Und wenn man berücksichtigt, dass die Umsteigezeiten
immer relativ knapp von der Bahn kalkuliert werden, wird aus fünf
Minuten verspätung u. U. mal schnell eine ganze Stunde. Aber das
wird so natürlich nicht kommuniziert.
Eine Umsatzverdopplung durch organisches Wachstum ??
Damit sind wohl regelmässige Preiserhöhungen gemeint.
"Höchste Pünktlichkeiten in der Geschichte"...
Da hat der Herr wohl fast das ganze 20. Jhdt. bis zur
"Privatisierung"der Bahn ausgeklammert.
Insbesondere in den 60er bis Mitte der 90er Jahren war die Bahn von
einer Pünktlichkeit und Präzision wie sie später niemals
mehr erreicht wurde. Davon abgesehen, war die Bahn dabei ein
Massenverkehrsmittel, das auch von ärmeren Bundesbürgern ohne
große Opfer bezahlt werden konnte. Die Bahn fuhr auch im Winter
und der Verkehr brach auch nicht bundesweit zusammen, wenn sich ein Hase
auf die Schienen verirrt hatte. Es gab Schrankenwärter und
Streckenarbeiter, die Profis waren und Probleme tatkräftig selbst
zu lösen verstanden. Heute denken die feinen Herren in den total
"computerten" Leitzentralen am jeweilig anderen Ende des
Landes, daß man mit der Maus von Oberbayern aus in Flensburg ein
Hindernis von den Schienen entfernen kann.
Siemens "meldet" sich bei seinen Kunden und Aktionären ab.
Herr Grube ist ohne Frage ein hervorragender weil fleißiger,
sytematisch an den Problemen arbeitender Bahnchef . Hoffentlich wird er
nicht eines Tages auch Opfer von Bundestags-abgeordneten, denen er nicht
ausreichend den Kratzfuß entboten hat. Das heutige Bahnproblem ist
die Firma Siemens, von Herr Cromme von allen Fachleuten gründlichst
gereinigt. Dafür fällt die Firma auf, daß sie wie die
AEG in ihren Endjahren vierteljährlich Planzahlen wie Umsatz- und
Ergebniszahlen " abmeldet" wie der Fachausdruck damals bei
der AEG hieß. Das Ende der AEG
ist bekannt.
Die Zahlen bestätigen nicht die Meinung von Herrn Meier
Die BAHN ist gottlob kein Unternehmen steuerfinanzierter Daseinsvorsorge mehr. Und die Unternehmensergebnisse widerlegen die Ansicht von Herrn Meier. Seine Äußerungen lassen leider auch nicht erkennen, was er von der Bahn erwartet. Die in Jahrhunderten vom deutschen Steuerzahler geschaffene Bahn ist freilich auch nicht dazu da, von einem mißwirtschaftenden Bundesfinanzminister eines Tages an eine Heuschrecke veräußert zu werden. Etwa so wie die Hamburger Gerichtsgebäude, die von einem CDU Finanzsenator an eine Heuschrecke verkauft wurden. Bei allem handelt es sich um öffentliches Eigentum, d. h. um Eigentum des Bürgers. Dieses sollte soweit wie möglich allerdings derartig wirtschaften, daß es keine weiteren Steuergelder erfordert, da die steuerliche Subventionswirtschaft in der Regel nur die Falschen begünstigt.
Nein
Herr Grube ist mitnichten das, was sie beschreiben. Er ist schlicht der nächste Versager auf dem Chefsessel der Bahn. Das heutige Bahnproblem ist das Bahngesetz, welches vorschreibt, diesen Verein wie ein Wirtschaftsunternehmen zu führen. Immer schön an den Gewinn denken, die Fahrgäste sind nur der Dreck, der dabei stört. Hoffentlich merkt das noch mal einer von den Schnarchnasen in der Regierung. Den Grube muss man achtkantig feuern und das Bahngesetz abschaffen. Das wäre der erste Schritt in die richtige Richtung.
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Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?