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Bahn-Chef Grube „Die Bahn ist pünktlich wie selten in ihrer Geschichte“

 ·  Bahn-Chef Rüdiger Grube spricht im Interview über den Angriff auf die Billigflieger, das Warten auf komfortablere ICE-Züge und den Abschied von Tempo 350.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Hans-Dieter Zimmermann
Hans-Dieter Zimmermann (hdz) - 28.05.2012 23:46 Uhr

Verspätungen - Baustellen

Baustellen sind ja schön und gut, wenn sie der Effizienzsteigerung dienen. Aber warum werden dann Verbindungen angegeben, die schlichtweg nicht funktionieren können, wegen der Baustellen. Am Sonntag fuhr ich von Köln via Hamm nach Soest, von da Weiterfahrt mit dem Bus. Aufgrund einer Baustelle war es gar nicht möglich, dass der ICE planmässig Hamm erreichen konnte. Via Durchsage wurden gesagt, die Anschlüsse könnten nicht warten. Aber in Hamm stand der Anschluss noch da, trotz ca. 15 minütiger Verspätung des ICE. Und es dauerte nochmal ca. 10 Minuten, bevor der Zug nach Soest los fuhr. Mit dem Ergebnis, dass ich ca. eine Stunde auf den Bus warten musste. Hatte ja sonst nichts vor am Pfingtssonntag ...
Danke liebe Bahn.

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Michael Millitsch
Michael Millitsch (fazig) - 28.05.2012 19:37 Uhr

„Die Bahn ist pünktlich wie selten in ihrer Geschichte“

Die Bahn ist teuer wie nie in ihrer Geschichte.

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Silvia Uhlemann

Pünktlich - Bequem?

Zwei Mal in einer Woche je 20 Min. Verspätung auf einer Fernverkehr-Strecke - ist das Pünktlichkeit? Und bequemere ICE-Wagen mit besseren Einstiegmöglichkeiten für schweres Gepäck - gerne, wenn ich dann auch ausreichen Platz für größere Gepäckstücke habe! Dieser ist für die aktuelle Generation der ICEs geopfert worden. Wenn zudem - wie kürzlich wieder einmal miterlebt - ein älteres Ehepaar zwei große Koffer mangels Alternative neben und in seine Sitze zwängt und dafür von der DB-Mitarbeiterin in ruppigem Tonfall ermahnt wird, dann treibt die Bahn ihre Kunden in die Arme der Fluggesellschaften. Wenn das Flugzeug Verspätung hat - was zweifellos oft vorkommt - hat man es bis zum Abflug wenigstens komfortabel, und das nicht nur als 1.Klasse-Passagier. Und das große Gepäck ist ohnehin versorgt. Teurer schließlich ist das Fliegen schon lange nicht mehr. Weder mit Schnelligkeit, noch Zuverlässigkeit, noch Bequemlichkeit und am allerwenigsten mit Serviceorientierung kann die Bahn punkten.

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Michael Arndt

In Deutschland darf jeder jeden Unsinn erzählen...

Ich fahre seit 4 Jahren mit der Bahn nach Norderney in Kurzurlaub (350 km).
In diesem Jahr hat es das erste Mal geklappt, in den Jahren zuvor habe ich 7,5 bis 9,5 Stunden benötigt. Schon der erste Zug war und ist immer verspätet, in diesem Jahr hatt ich Glück, dass der Anschluss auch verspätet war, das hat sich ausgeglichen.
Wenn man auf eine Insel mit regelmäßigem Schiffsverkehr will, gehts ja noch, aber bei Urlaub auf Juist mit einer Fähre pro Tag ist die Bahn nicht angeraten.
Ich frage mich immer, ob das Fremdenverkehrsamt einer solchen Insel nicht ständig die Bahn verklagt wg. Unzuverlässigkeit...

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K Zinser

Richtige Rahmenbedingungen für Rüdiger Grube - Nehmt der DB AG das Schiebennetz

Herr Grube ist bedeutend angenehmer als Hartmut Mehdorn.

Nichtsdestotrotz sollten die desaströsen Planungsmassnahmen schonungslos offengelegt werden. Hatte da nicht ein Bernhard Vogel als MP in Rheinland Pfalz dafür gesorgt dass die Güterzüge auch weiterhin durchs Weltkulturerbe Rheintal donnern.
Als MP von Thüringen konnte es dieser dann noch durchsetzen dass die Strecke nach Berlin aufgrund falscher Streckenführung total überteuert ist und sich viele Jahre verzögert.

Neben der sinnlosen - weil nicht gütertauglichen NBS von Ulm nach Stuttgart - zerstört die Bahn kontinuierlich die bestehenden Gütergleise. Eine Ausweitung des Schienengüterverkehrs wird immer unwahrscheinlicher.

In den alle 2 Jahre erscheinenden Gutachten den Monopolkomission (im Auftrag der Bundesregierung) fordert diese das Schienennetz - die DB Netz AG - aus dem Konzern der Deutschen Bahn AG herauszutrennen (unter der direkten Kontrolle des Staates). Das ist die Voraussetzung für Wettbewerb. Rest DB ->Börse etc !

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Christoph S.

Pünktlich wie selten in ihrer Geschichte?!

Na dann liegt es wohl an Murphys Gesetz, dass ich bei jeder 2. Zugfahrt Verspätungen von mehr als 10 Minuten in Kauf nehmen muss....

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Rainer Zufall

Shinkansen

Da sieht man mal. was eine börsennotierte Bahngesellschaft für Vorteile birgt.

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Frank Marx
Frank Marx (NoGreen) - 28.05.2012 14:34 Uhr

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst ....

Bevor man hier vorbehaltlos Statistikzahlen des Bahnchefs übernimmt, sollte doch endlich einmal jemand die Statistikzahlen der Bahn neutral hinterfragen. Es ist doch komisch, daß z.B. gerade bei den Massentransportmitteln S-Bahn, sei es in Berlin oder München, zu massiven Verspätungen kommt und man hört dann, daß nur 7% der Bahnen verspätet sein sollen.
Da werden z.B. hier in München S-Bahnen einfach komplett gestrichen oder halten vor dem ausgewiesenen Endbahnhof und man muß zeitraubend umsteigen, ist so etwas in der Pünktlichkeitsstatistik hinterlegt? Wie sieht das mit der Pünktlichkeit in den Hauptverkehrszeiten aus, wo viele Reisende betroffen sind und es für die Bahn wegen höherer Taktfolge komplizierter wird, werden diese Verspätungen ausgegelichen mit Pünktlichkeit in der Nebenzeit, wo wenig Reisende diese Pünktlichkeit genießen dürfen?
Deshalb der Aufruf an die Medien die Statistikwerte der Bahn einmal genau zu hinterfragen anstatt vorbehaltlos die Werte der Bahn abzudrucken.

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Wolfgang Schulz

Neusprech

Frechheit siegt! In diesem Sinne ist Grube, Chef des Minispät (Ministerium für Verspätung) ein echter Siegertyp. Nur, wer soll ihm diese Geschichten von der schönen neuen Welt glauben? Meine Erfahrung und die jener, die leider keine Alternative zur DB haben, berichtet von einer ganz anderen DB, als sie Grube uns seit Jahren verkaufen möchte. Rollender Schrott anstatt rollendes Material (jedes zweite Klo, jede zweite Tür kaputt, Fahrgäste entweder ofengegart oder schockgefrostet, Züge bleiben auf der Strecke oder setzen die Fahrt einfach nicht mehr fort), institutionalisierte Verspätung, keiner ist zuständig, jährlich 1 bis 2 Mal Preiserhöhungen (immer "moderat", "im Schnitt" um 1,9%, wie die Presse wohlfeil sekundiert, ohne nachzurechnen), Gewinn wird weiterhin nicht ins dt. Kerngeschäft gesteckt, sondern für klein Mehdorns Weltlogistikertraum verbraten, während wir weiter zu Schweinepreisen Sardine in der Büchse spielen. Besserung in Sicht? Nicht nach diesem Interview.

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Teito Klein

Neues von der Pannenbahn

"Knapp 93 Prozent unserer Züge haben weniger als fünf Minuten Verspätung."
Unter Pünktlichkeit verstehe ich etwas anderes!

Zitat:
Die Pünktlichkeit ist international konkurrenzlos. Sämtliche Shinkansen-Züge erreichen pro Tag zusammengerechnet eine Verspätung von unter fünf Minuten. Die durchschnittliche Verspätung eines einzelnen Shinkansen-Zuges am Ankunftsbahnhof betrug im Jahre 2005 ganze sechs Sekunden.
Zitat Ende:
Quelle: wikipedia

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.05.2012 12:45 Uhr
Lars Rockstroh
Lars Rockstroh (larroc) - 28.05.2012 12:45 Uhr

@Teito Klein

Das Shinkansen-Netz ist nahezu verzweigungsfrei.
UND: sind Sie in Japan auch schonmal was anderes intercity gefahren? Manche express-Bahn intercity so schnell unterwegs, wie die U-bahn in der city. Teils auch mit erheblicher Verspätung. Man möchte gar nicht wissen, wie lang die non-express-Variante braucht.

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Harald Berlin

die S-Bahn fährt nicht

In Berlin fährt die S-Bahn nicht. Oder sie fährt zu selten oder unpünktlich, unzuverlässig, überfüllt und langsam. Das Personal ist grantig. Riesige Baustellen werden aufgerissen um danach monatelang maximal einen bis zwei Bauarbeiter daran zu setzen. Ersatzverkehr. "Wir bitten um Ihr Verständnis." Die Fahrkartenpreise werden aber immer schön angehoben. Klar und die DDR ist an allem Schuld.

Ich bin kein Ossi, aber Berliner. Und ich kann gar nicht mehr in Worte fassen, wie verbittert ich bin. So viel Inkompetenz, Misswirtschaft und wahrscheinlich auch Korruption... und noch nie wurde einer von den Verantwortlichen bestraft. Klar, denn die DDR ist ja Schuld.

Die DDR gibt es seit 22 Jahren nicht mehr!!! Mir fehlen die Worte. Ich hab nur noch Verbitterung. Aber Herr Mehdorn hat gutes Geld verdient.

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Guybrusch Threepwood

Dank der 7 % Unpünktlichen Züge...

habe ich vor einigen Tagen fast zwei Stunden am Kobelnzer Hauptbahnhof verbracht...

Im Übrigen: Wenn man die Unpünktlichkeit hochrechnet liegt bei zwei mal Umsteigen die Chance, einen verspäteten Zug zu erwischen bei 20%. Und wenn man berücksichtigt, dass die Umsteigezeiten immer relativ knapp von der Bahn kalkuliert werden, wird aus fünf Minuten verspätung u. U. mal schnell eine ganze Stunde. Aber das wird so natürlich nicht kommuniziert.

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Tom Berg
Tom Berg (veil123) - 28.05.2012 12:01 Uhr

Umsatzverdopplung ?

Eine Umsatzverdopplung durch organisches Wachstum ??

Damit sind wohl regelmässige Preiserhöhungen gemeint.

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Dr. Michael Menzel

"Höchste Pünktlichkeiten in der Geschichte"...

Da hat der Herr wohl fast das ganze 20. Jhdt. bis zur "Privatisierung"der Bahn ausgeklammert.
Insbesondere in den 60er bis Mitte der 90er Jahren war die Bahn von einer Pünktlichkeit und Präzision wie sie später niemals mehr erreicht wurde. Davon abgesehen, war die Bahn dabei ein Massenverkehrsmittel, das auch von ärmeren Bundesbürgern ohne große Opfer bezahlt werden konnte. Die Bahn fuhr auch im Winter und der Verkehr brach auch nicht bundesweit zusammen, wenn sich ein Hase auf die Schienen verirrt hatte. Es gab Schrankenwärter und Streckenarbeiter, die Profis waren und Probleme tatkräftig selbst zu lösen verstanden. Heute denken die feinen Herren in den total "computerten" Leitzentralen am jeweilig anderen Ende des Landes, daß man mit der Maus von Oberbayern aus in Flensburg ein Hindernis von den Schienen entfernen kann.

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Caspar Mendrzyk

Siemens "meldet" sich bei seinen Kunden und Aktionären ab.

Herr Grube ist ohne Frage ein hervorragender weil fleißiger, sytematisch an den Problemen arbeitender Bahnchef . Hoffentlich wird er nicht eines Tages auch Opfer von Bundestags-abgeordneten, denen er nicht ausreichend den Kratzfuß entboten hat. Das heutige Bahnproblem ist die Firma Siemens, von Herr Cromme von allen Fachleuten gründlichst gereinigt. Dafür fällt die Firma auf, daß sie wie die AEG in ihren Endjahren vierteljährlich Planzahlen wie Umsatz- und
Ergebniszahlen " abmeldet" wie der Fachausdruck damals bei der AEG hieß. Das Ende der AEG
ist bekannt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 01:34 Uhr
Caspar Mendrzyk

Die Zahlen bestätigen nicht die Meinung von Herrn Meier

Die BAHN ist gottlob kein Unternehmen steuerfinanzierter Daseinsvorsorge mehr. Und die Unternehmensergebnisse widerlegen die Ansicht von Herrn Meier. Seine Äußerungen lassen leider auch nicht erkennen, was er von der Bahn erwartet. Die in Jahrhunderten vom deutschen Steuerzahler geschaffene Bahn ist freilich auch nicht dazu da, von einem mißwirtschaftenden Bundesfinanzminister eines Tages an eine Heuschrecke veräußert zu werden. Etwa so wie die Hamburger Gerichtsgebäude, die von einem CDU Finanzsenator an eine Heuschrecke verkauft wurden. Bei allem handelt es sich um öffentliches Eigentum, d. h. um Eigentum des Bürgers. Dieses sollte soweit wie möglich allerdings derartig wirtschaften, daß es keine weiteren Steuergelder erfordert, da die steuerliche Subventionswirtschaft in der Regel nur die Falschen begünstigt.

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Jürgen Meier
Jürgen Meier (jm0001) - 28.05.2012 19:30 Uhr

Nein

Herr Grube ist mitnichten das, was sie beschreiben. Er ist schlicht der nächste Versager auf dem Chefsessel der Bahn. Das heutige Bahnproblem ist das Bahngesetz, welches vorschreibt, diesen Verein wie ein Wirtschaftsunternehmen zu führen. Immer schön an den Gewinn denken, die Fahrgäste sind nur der Dreck, der dabei stört. Hoffentlich merkt das noch mal einer von den Schnarchnasen in der Regierung. Den Grube muss man achtkantig feuern und das Bahngesetz abschaffen. Das wäre der erste Schritt in die richtige Richtung.

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