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Risikoabsicherung

Bad Hersfeld Arbeitsagentur rügt Amazon für Leiharbeit

Im Leiharbeiter-Skandal bei Amazon sieht sich die Arbeitsagentur von Verantwortlichen in Bad Hersfeld getäuscht. Dass Saisonarbeiter bei einer Leiharbeitsfirma angestellt würden, habe die Agentur nur kurzfristig erfahren.

© dpa Vergrößern Blick von oben in das Amazon-Lager in Bad Hersfeld

Im Leiharbeiter-Skandal beim Internet-Händler Amazon sieht sich die örtliche Arbeitsagentur von Verantwortlichen des Logistik-Zentrums in Bad Hersfeld getäuscht. Man sei bei der Vermittlung von 68 Saisonarbeitskräften aus Spanien stets davon ausgegangen, dass diese bei Amazon direkt eingestellt würden, erklärte die Agentur Bad Hersfeld-Fulda. Wie die Beschäftigten selbst habe man erst zwei Tage vor Arbeitsantritt erfahren, dass eine Zeitarbeitsfirma zwischengeschaltet werden sollte.

„Amazon wollte die Leute nicht einstellen“, sagte Agenturchef Waldemar Dombrowski. Die Agentur habe ihren Unmut darüber in Gesprächen mit dem Unternehmen deutlich gemacht und werde in Zukunft auf Einhaltung der Spielregeln bestehen. Andererseits seien die Spanier in korrekte Beschäftigungsverhältnisse bei der Zeitarbeitsfirma vermittelt worden und hätten diese Verträge auch freiwillig abgeschlossen.

Lob für Arbeitsplatzaufbau

Beschwerden wegen der in einer ARD-Reportage stark kritisierten Unterbringung seien nicht an die Agentur herangetragen worden, sagte der Leiter. Man habe im Vorjahr sehr gute Erfahrungen mit der Saisonarbeit bei Amazon gemacht. Im Winter 2011/2012 waren 400 Saisonkräfte aus Spanien sowie einige Schweden auf Vermittlung der Agentur direkt bei Amazon eingestellt worden. In Zukunft werde man sensibler mit dem Thema umgehen. Die Verantwortung liege aber klar beim Arbeitgeber.

Mehr zum Thema

Dombrowski sagte, dass im vergangenen Jahr 772 Arbeitssuchende direkt an das Unternehmen Amazon vermittelt worden sind. Das Logistikzentrum habe einen maßgeblichen Beitrag zum Beschäftigungsaufbau in der Region geleistet. Man werde auch künftig eng mit dem Unternehmen zusammenarbeiten.

Quelle: LHE

 
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Veröffentlicht: 19.02.2013, 14:02 Uhr

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