http://www.faz.net/-gqe-73wl9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 26.10.2012, 15:43 Uhr

Axel Wieandt Früherer HRE-Chef rückt an die Sitze der Valovis Bank

Der Name lässt aufhorchen: Axel Wieandt leitete einst die Hypo Real Estate - nachdem sie der Staat mit vielen Milliarden Euro gerettet hatte. Nun soll Wieandt die Valovis Bank sanieren.

von
© ddp Axel Wieandt

Axel Wieandt  tritt  mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender der Valovis Bank an. Der 46 Jahre alte frühere Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate, dessen Karriere in eine Sackgasse geraten war, übernimmt damit einen schweren Sanierungsfall. Der Aufsichtsrat der Valovis Bank entschloss sich am Freitag dazu, die beiden amtierenden Vorstandsmitglieder Theodor Knepper (Vorsitzender) und Axel Frein sofort abzuberufen. Neben Wieandt wurde Gerrit Raupach, gerade aus dem Vorstand der Landesbank Hessen-Thüringen ausgeschieden, in den Vorstand berufen. Dorthin rückt auch Thorsten Drescher auf.

„Wir werden das Geschäftsmodell einer kritischen Überprüfung unterziehen“

Hanno Mußler Folgen:

Die frühere Karstadt-Quelle-Bank suchte nach der Insolvenz von Arcandor als Spezialist für Kreditkarten und Verbraucherfinanzierung unter dem Namen Valovis Bank einen Neuanfang. Doch im Dezember 2011 nach Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen benötigte die Valovis Bank eine Garantie des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), um nicht unter die gesetzlichen Mindesteigenkapitalanforderungen zu rutschen. Da ein Verkauf der Bank scheiterte, übernahm der BdB sie zum 1. Oktober vollständig vom bisherigen Eigentümer, dem Karstadt-Pensionsfonds. Zum neuen  Aufsichtsratvorsitzenden wurde am Freitag Thomas A. Lange, Vorstandsvorsitzender der Nationalbank in Essen, gewählt.

Der daraufhin vom neu zusammengestellten Aufsichtsrat zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählte   Wieandt scheint sich im Klaren darüber zu sein, dass er einen schwierigen Fall übernimmt. Der im Sommer bei der Credit Suisse ausgeschiedene Wieandt lässt sich mit den Worten zitieren: „Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns über das durch unsere Berufung ausgedrückte Vertrauen. Wir werden das Geschäftsmodell einer kritischen Überprüfung unterziehen und die notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung der Bank auf den Weg bringen.“

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bankgeheimnis Den Schweizer Privatbanken fehlt das Schwarzgeld

Einst standen Schweizer Banken für kompromisslose Verschwiegenheit. Doch das gehört auf amerikanischen Druck hin der Vergangenheit an. Seitdem verschwinden viele kleinere Institute vom Markt. Mehr Von Johannes Ritter, Zürich

25.08.2016, 20:21 Uhr | Finanzen
Schuldenkrise Spaniens Kommunen geht finanziell die Luft aus

Die Gemeinde Pioz steht sinnbildlich für viele Kommunen in Spanien. Aus überdimensionierten Bauprojekten und leichtfertigen Investitionen in der Vergangenheit sind heute gewaltige Altschulden und Handlungsunfähigkeit geworden. Mehr

26.08.2016, 02:00 Uhr | Wirtschaft
SPD: Mittelmäßige Umfragewerte Bouffier in Umfrage klar vor Schäfer-Gümbel

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würde Amtsinhaber Volker Bouffier (CDU) laut Umfrage 45 Prozent bekommen. Konkurrent Schäfer-Gümbel (SPD) verliert an Boden. Mehr Von Ewald Hetrodt

25.08.2016, 14:15 Uhr | Rhein-Main
Deutlicher Punkterückgang Brexit schickt deutsche Wirtschaft auf Talfahrt

Das Münchner Ifo-Institut hat bekanntgegeben, dass der Geschäftsklima-Index im August um 2,1 auf 106,2 Punkte gefallen ist. Als ein Grund dafür wird der Brexit-Schock gesehen. Mehr

25.08.2016, 18:01 Uhr | Wirtschaft
Marktbericht Leichtes Plus am Aktienmarkt

Der deutsche Aktienmarkt ist mit einem leichten Plus aus dem Handel gegangen. Bankaktien waren besonders gefragt. Mehr

24.08.2016, 11:13 Uhr | Finanzen

Für den Steuerzahler

Von Kerstin Schwenn, Berlin

In Zeiten steigender Haushaltsüberschüsse sollte in Berlin das Bewusstsein dafür reifen, dass dieses Geld großenteils dem Steuerzahler gebührt. Die Leistungsträger haben das verdient. Mehr 1 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden