http://www.faz.net/-gqe-761kf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 25.01.2013, 14:28 Uhr

Automobilindustrie VW baut den neuen Golf bald auch in Mexiko

Der Golf VII läuft bislang nur im Stammwerk Wolfsburg und in Zwickau vom Band. Ab 2014 soll er auch in Mexico produziert werden. Dort wurde bis vor zehn Jahren noch der legendäre Käfer gebaut.

© AP Golf-Produktion in Zwickau.

Volkswagen wird den neuen Golf vom kommenden Jahr an auch in Mexiko vom Band rollen lassen. Von dort solle der Kompaktwagen in siebter Generation nach Nord- und Südamerika exportiert werden, erläuterte ein VW-Sprecher am Freitag. Damit lässt der Wolfsburger Konzern eine Tradition aufleben. In Mexiko wurde bis vor zehn Jahren noch der legendäre Käfer gebaut - lange nachdem VW die Produktion des Erfolgsmodells in allen anderen Werken eingestellt hatte.

„Die Produktion des neuen Golf im Dollarraum mit einem hohen Lokalisierungsgrad ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nordamerika-Strategie“, erläuterte ein Sprecher. Damit macht sich VW auch von Währungsschwankungen unabhängiger. In dem Werk in Puebla werden bisher die Modelle Jetta, Golf Kombi und Beetle für den Export in die Vereinigten Staaten gefertigt. Der Golf VII läuft bislang nur im Stammwerk in Wolfsburg und in Zwickau vom Band.

22943374 © AP Vergrößern Ein Volkswagen Käfer aus Mexiko wird 1977 im Hafen von Emden entladen.

Mexiko ist nicht der Anfang der Golf-Verbreitung. Noch im laufenden Jahr will VW den Bestseller im chinesischen Foshan fertigen. Das Werk befindet sich noch im Bau. Das Vorgängermodell wird bereits im Changchun hergestellt. China ist der größte Markt von Volkswagen.

VW holt in den Vereinigten Staaten auf

In den Vereinigten Staaten hat sich der Konzern im vergangenen Jahr dank des speziell für die Bedürfnisse der Amerikaner entwickelten Passat aus der Nischenrolle emporgearbeitet und knüpft an vier Jahrzehnte zurückliegende Erfolge an. Mit dem Golf soll die Aufholjagd beschleunigt werden. Das Modell soll in Puebla in einer für Nordamerika angepassten Variante gebaut werden.

Der weltweit zweitgrößte Pkw-Markt in den Vereinigten Staaten ist ein wichtiger Baustein von VW auf dem Weg an die Weltmarktspitze, die die Wolfsburger in einigen Jahren erklimmen wollen. Zuletzt rangierte der Konzern weltweit auf Platz drei, dürfte die Opel-Mutter General Motors aber im laufenden Jahr überrunden und damit näher an Weltmarktführer Toyota heranrücken. In Nordamerika will Volkswagen spätestens 2018 mehr als eine Million Fahrzeuge im Jahr verkaufen. Zum Vergleich: Toyota hat in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr mit zwei Millionen bereits das Doppelte losgeschlagen. Bei Volkswagen waren es im vergangenen Jahr erst knapp 600.000 Einheiten.

Mehr zum Thema

Quelle: RTR

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Japan Letzter Hersteller von Videorekordern stellt Produktion ein

Nach dem Rückzug von Panasonic vor vier Jahren gab es weltweit nur noch ein Unternehmen, das VHS-Rekorder hergestellt hat. Nun ist es auch damit vorbei. Mehr

22.07.2016, 10:33 Uhr | Wirtschaft
Amerika Trump vs. Clinton

Wer wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten? Ein Vergleich des Wirtschaftsprogramms von Donald Trump und Hillary Clinton. Mehr

21.07.2016, 13:03 Uhr | Wirtschaft
Mexiko und Donald Trump Der Typ hat sie nicht mehr alle

Kaum irgendwo ist Donald Trump so verhasst wie in Mexiko. Die zahllosen Pöbeleien des Präsidentschaftskandidaten der Republikaner zeigen Wirkung. Die mexikanische Regierung gibt sich erstaunlich zahm. Mehr Von Simon Riesche, Mexiko-Stadt

21.07.2016, 18:55 Uhr | Politik
Trumps Rede in Cleveland Kampagne gegen Immigration

Ein wichtiger Punkt von Trumps gesamter Kampagne war schon immer die Immigration. Hier erklärt noch einmal, dass er keine Menschen mehr in die Vereinigten Staaten lassen werde, die aus Ländern stammen, die von Terrorismus kompromittiert wurden. Mehr

22.07.2016, 18:28 Uhr | Politik
Trumps Rede in Cleveland Nur einer kann die Welt retten

Wer Donald Trump in Cleveland zuhörte, musste den Eindruck gewinnen, in der Welt herrsche nur Chaos und man könne jederzeit und überall Opfer einer Gewalttat werden. Wie gut, dass es einen Retter gibt: Donald Trump. Mehr Von Oliver Kühn

22.07.2016, 08:10 Uhr | Politik

Frankfurter Träume

Von Gerald Braunberger

Frankfurt braucht Realismus: London ist eine globale Finanzmetropole und wird es bleiben. Das hat nicht nur historische Gründe. Mehr 3

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden