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Automobilindustrie Opel eint die Parteien

16.02.2009 ·  Vier Bundesländer erwägen eine direkte Beteiligung an Opel. Um dafür zu werben, begibt sich NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ganz staatsmännisch auf internationales Parkett. Ein wenig in Vergessenheit gerät dabei, dass Opel nicht nur von der bösen amerikanischen Mutter zugrunde gerichtet wurde.

Von Christoph Ruhkamp
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Im Fall Opel sind sich mal wieder alle einig. Es dürfe doch nicht sein, dass die erfolgreichen deutschen Opel-Standorte unter den Fehlern des Mutterkonzerns General Motors litten, tönt es unisono über alle Parteigrenzen hinweg. Deshalb erwägen die vier Bundesländer, die Opel-Fabriken beheimaten, jenseits staatlicher Bürgschaften und Kredite sogar eine direkte Beteiligung; VW und Niedersachsen lassen grüßen.

Um für diesen Plan und den Standort Bochum zu werben, begibt sich NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ganz staatsmännisch auf internationales Parkett und trifft in Amerika GM-Chef Rick Wagoner. Ein wenig in Vergessenheit gerät dabei, dass Opel nicht nur von wankelmütigen Managern der bösen amerikanischen Muttergesellschaft zugrunde gerichtet wird.

In Deutschland hat die Marke mit dem Blitz im Januar – trotz üppiger Abwrackprämie – ein Viertel Autos weniger verkauft. Eine Länderbeteiligung wird daran nichts ändern. Vielmehr muss die Produktion der schrumpfenden Nachfrage angepasst werden. Und was die Angst vor einem Zusammenbruch von GM angeht: Auch im Fall einer Insolvenz würde der größere Teil von GM und Opel fortbestehen.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft.

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