29.04.2005 · Beim Sorgenkind von Europas größtem Autobauer Volkswagen, der Markengruppe VW, zeichnet sich eine leichte Besserung ab. Sorgen machen dem Konzern noch immer die Märkte in China und Nordamerika.
Beim Sorgenkind von Europas größtem Autobauer Volkswagen, der Markengruppe VW, zeichnet sich eine leichte Besserung ab.
Die Markengruppe, zu der neben der Hauptmarke VW auch Skoda, Bentley und Bugatti gehören, verbuchte im ersten Quartal 2005 zwar immer noch einen operativen Verlust, verringerte ihn aber auf 53 Millionen Euro von 71 Millionen im Vorjahr. Den am Freitag veröffentlichten endgültigen Quartalszahlen zufolge steigerte die Markengruppe Audi ihren operativen Gewinn um 22,5 Prozent auf 303 Millionen Euro. Die Nutzfahrzeugsparte verringerte ihren Verlust auf 39 (Vorjahr: 88) Millionen Euro.
Sorgen bleiben in China und Nordamerika
Kernzahlen zum Quartal hatte der Wolfsburger Autobauer schon in der vergangenen Woche veröffentlicht. Danach verbesserte sich der operative Konzerngewinn dank des Sparprogramms „ForMotion“ um mehr als 40 Prozent auf 464 Millionen Euro und übertraf damit über die Markterwartungen. In den ersten drei Monaten seien 684 Millionen Euro eingespart worden.
Sorgen bereiten Volkswagen weiter die Märkte in Nordamerika und China. In Nordamerika fiel im ersten Quartal ein operativer Verlust von 328 Millionen Euro an. In China, dem nach Deutschland zweitwichtigsten Markt von Volkswagen, rutschte der Konzern auch in die roten Zahlen. Nach einem operativen Gewinn von 106 Millionen im Vorjahr wies VW für das Auftaktquartal 2005 einen anteiligen Verlust von 17 Millionen Euro aus.
Der Reingewinn des Konzerns hatte sich im ersten Quartal bei einem um 2,4 Prozent auf 21,12 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz dank der Einsparerfolge auf 70 Millionen Euro fast verdreifacht. Konzernchef Bernd Pischetsrieder kündigte vor den Aktionären auf der Hauptversammlung an, die folgenden drei Quartale würden auf jeden Fall besser ausfallen als das Auftaktquartal.
Die VW-Aktie gewann am Freitag in einem freundlichen Umfeld 1,4 Prozent auf 32,34 Euro.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2484 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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