Der Sportwagen-Hersteller Porsche zeigt sich ungeachtet der flauen Automobilkonjunktur für das laufende Geschäftsjahr weiterhin optimistisch. “Unser Ziel, einen Umsatz und ein Vorsteuerergebnis auf Vorjahreshöhe ausweisen zu können, werden wir auf jeden Fall erreichen“, bekräftigte Vorstandsvorsitzender Wendelin Wiedeking.
Auch wenn die Absatzzahl des Vorjahres nicht ganz erreicht werden sollte, werde das Unternehmen dank des besseren Modell-Mix hin zu höherpreisigen Sportwagen und trotz hoher Aufwendungen für den Geländewagen “Cayenne“ die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Bestmarken mindestens erreichen, hieß es. Porsche sei mit dem sich abzeichnenden Ergebnis für das Geschäftsjahr 2001/2002 (31. Juli) nach den Worten Wiedekings “mehr als zufrieden“. Im Vorjahr lagen das Ergebnis bei 592 Millionen Euro, der Umsatz bei 4,4 Milliarden Euro und der Absatz bei 54.586 Fahrzeugen.
Gute Auftragslage
Optimistisch stimme Porsche derzeit nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden auch “der höchste Auftragsbestand in der Geschichte des Unternehmens“. Große Hoffnungen setzt der Automobilhersteller nach eigenen Angaben künftig auf den Cayenne, der im Spätherbst auf den Markt kommen und mit einem geplanten Absatz von über 25.000 Fahrzeugen pro Jahr das Unternehmen in eine neue Größenordnung führen soll. Damit würde der Porsche-Absatz um nahezu die Hälfte steigen. Angesichts der erwartet hohen Nachfrage nach dem Geländewagen müsse laut Wiedeking mit Engpässen gerechnet werden.
Kernmarkt USA
Er hob zudem die Bedeutung des Modells Boxster für die Entwicklung von Porsche hervor. Der Automobilbauer präsentierte in Rom eine überarbeitete Version des Boxster. Mit dem Facelift will das Unternehmen unter anderem dem zuletzt rückläufigen Absatz des Modells in den USA entgegen wirken. Im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr sollen rund 22.000 Boxster ausgeliefert werden, hieß es. Der Sportwagen-Hersteller setzt insgesamt etwa die Hälfte seiner Produktion in den USA ab. Ungebrochen positiv verlaufe zudem der Absatz der 911-Reihe, bekräftigte Wiedeking. Hinsichtlich des Baus einer möglichen vierten Modellreihe sagte er, eine Entscheidung hierüber werde wie bereits angekündigt frühestens Mitte des kommenden Jahres fallen. Derzeit arbeite eine kleine Strategiegruppe an dem Projekt.