Home
http://www.faz.net/-gqe-t3n9
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 18. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Automobile Nur Chrysler in Amerika bereitet dem Daimler-Chef Sorgen

28.09.2006 ·  Chrysler konnte sein langfristiges Renditeziel von 5 Prozent noch nicht erreichen. Daimler-Chrysler Chef Dieter Zetsche stimmt das unzufrieden. Er setzt auf neue Modelle. Denen fehlt es allerdings an einem entscheidenden Kriterium: Sparsamkeit.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche ist mit der augenblicklichen Lage der amerikanischen Automarke Chrysler nicht zufrieden. Wegen der hohen Verluste im Nordamerika-Geschäft hat Zetsche das langfristige Renditeziel für Chrysler von 5 Prozent noch nicht kassiert. „Chrysler muß die Produktivität erhöhen, die Qualität verbessern und insgesamt effizienter werden“, sagte Zetsche auf dem Autosalon in Paris. Oberste Priorität haben neue Produkte, mit denen Chrysler den veränderten Kundenwünschen der Amerikaner begegnen will. „Wir brauchen mehr Kompaktautos wie den Dodge Calibre“, sagte Zetsche.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Konzern die Aktienmärkte mit der Ankündigung eines Milliardenverlusts im laufenden Geschäftsjahr von Chrysler geschockt. Als Reaktion auf die Marktverwerfungen in Nordamerika ist nun ein ganzes Bündel von Maßnahmen geplant. Im dritten und vierten Quartal will Chrysler die Auslieferungen zurückschrauben. Zetsche sprach in Paris von einer temporären Produktionskürzung um 130.000 Autos.

Platz schaffen für die neuen Modelle

Bei den amerikanischen Chrysler-Händlern will er Platz schaffen für die neuen Modelle. Im kommenden Jahr soll rund ein Drittel der Chrysler-Verkäufe aus zehn neuen Modellen stammen. Damit reagiert die Mercedes-Schwestermarke auf das geänderte Kaufverhalten der Amerikaner, die sich in Zeiten hoher Benzinpreise für Autos mit leistungsärmeren Motoren interessieren, wie sie vor allem Toyota und Honda im Angebot haben.

Einer Studie zufolge ist in Nordamerika der Kraftstoffverbrauch bei den Gründen für eine Kaufentscheidung von Rang fünf auf eins gestiegen. Zetsche räumte ein, daß Chrysler-Modelle diese Eigenschaft noch nicht für sich beanspruchen könnten. Um derartige Autos künftig schneller entwickeln zu können, setzt Zetsche auf eine Kooperation im sogenannten B-Segment. Entsprechende Gespräche mit Volkswagen waren kürzlich gescheitert, mit anderen Herstellern sei man aber noch im Gespräch: „Es gibt noch eine Handvoll möglicher Partner, Volkswagen war nur einer davon.“

Chrysler kann sich der Preisschlacht nicht entziehen

Hoffnungen, daß sich die Wettbewerbslage in Nordamerika entspannt, hat Zetsche nicht. Der Preisschlacht könne sich Chrysler zur Zeit nicht entziehen. Aber mittelfristig müsse Chrysler die Nettopreise seiner Autos verbessern, sagte der Vorstandschef, der bis vor einem Jahr noch selbst die Marke in Nordamerika geführt hatte.

Optimistischer zeigte sich Zetsche in bezug auf die Schwestermarke Mercedes-Benz, die ein Jahr nach den einschneidenden Restrukturierungsmaßnahmen eine gute Ausgangsbasis gefunden habe, die Profitabilität weiter zu erhöhen. Daß der BMW-Chef in Paris verkündete, auch 2006 größter Premiumhersteller werden zu wollen, störte Zetsche nach eigener Aussage nicht: „Größe allein ist nicht relevant. Für uns zählt, daß die Mehrheit der Menschen auf dem Globus glaubt, daß Mercedes-Benz die bedeutendste Luxusmarke der Welt ist.“

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Gläubiger dritter Klasse

Von Holger Steltzner

Wenn in Griechenland in Kürze der Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick schützt die Bilanz der Zentralbank. Mitten im Spiel werden einfach die Regeln geändert. Mehr 5 9

17.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.848,03 +1,42%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.848,03 +1,42%
FAZ-INDEX 1.526,72 +1,43%
TecDAX 778,36 +0,73%
MDAX 10.441,40 +1,41%
SDAX 5.048,27 +1,17%
REX 422,26 −0,26%
Eurostoxx 50 2.520,31 +1,24%
F.A.Z. EURO INDEX 81,56 +1,37%
Dow Jones 12.949,90 +0,35%
Nasdaq 100 2.584,24 −0,31%
S&P500 1.361,23 +0,23%
Nikkei225 9.384,17 +1,58%
EUR/USD 1,3138 +0,07%
Rohöl Brent Crude 119,95 $ −0,08%
Gold 1.723,00 $ +0,58%
Bund Future 138,50 € −0,16%