02.11.2004 · Die Verhandlungen im Tarifkonflikt bei Volkswagen wurden abermals unterbrochen. Sie seien „sehr schwierig“, aber „nicht hoffnungslos“. Die IG Metall plant weitere Warnstreiks.
Im Tarifkonflikt beim Autobauer Volkswagen gibt es weiter keine Einigung. Die Tarifverhandlungen wurden am späten Montag abend auf Dienstag mittag vertagt. Mit erneuten Warnstreiks will die IG Metall am Dienstag den Druck auf das Unternehmen weiter erhöhen. Geplant sind befristete Arbeitsniederlegungen in Hannover sowie im Stammwerk Wolfsburg.
IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte am späten Montag abend in Hannover, die Verhandlungen seien „sehr schwierig“, aber „nicht hoffnungslos“. Es bestehe immer noch die Aussicht, zu einer Verhandlungslösung zu kommen.
VW-Chefunterhändler Josef-Fidelis Senn sprach ebenfalls von schwierigen Verhandlungen. Dennoch sei eine Lösung am Verhandlungstisch im „Bereich des Möglichen“.
Am Montag hatte die IG Metall ihre Warnstreiks ausgeweitet. Die Gewerkschaft will vor allem eine per Tarifvertrag geregelte mittelfristige Absicherung der rund 103.000 Arbeitsplätze in den westdeutschen VW-Werken durchsetzen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft zwei Prozent mehr Lohn. Ursprünglich hatte sie vier Prozent mehr Geld gefordert.
Volkswagen will die Arbeitskosten bis 2011 um rund zwei Milliarden Euro oder 30 Prozent senken, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Zudem will das Unternehmen mindestens zwei Jahre eine Nullrunde fahren.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2484 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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