19.02.2004 · Die Daimler-Chrysler-Beteiligung Mitsubishi hat nach einem Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres ihre Verlustprognose verdoppelt.
Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors hat am Donnerstag seine Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) deutlich nach unten revidiert. Das Unternehmen, an dem Daimler-Chrysler- mit 37 Prozent beteiligt ist, erwartet jetzt einen operativen Verlust von 105 Milliarden Yen (774 Millionen Euro).
Vor drei Monaten prognostizierte Mitsubishi-Motors noch 45 Milliarden Yen Verlust. Der Nettoverlust wird den Angaben zufolge 72 Milliarden Yen (rund 530 Millionen Euro) betragen. Im November hatte Mitsubishi Motors noch einen Nettoverlust von elf Milliarden Yen prognostiziert. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 37,36 Milliarden Yen erwirtschaftet.
Am Mittwoch hatte es in Unternehmenskreisen geheißen, ein Rücktritt von Mitsubishi-Motors-Chef Rolf Eckrodt werde nicht mehr ausgeschlossen. „Es besteht die Möglichkeit, daß er zurücktreten wird, um die Verantwortung für das schwache Abschneiden des Unternehmens zu übernehmen", sagte ein ranghoher Mitsubishi-Manager, der nicht genannt werden wollte. Eckrodts Vertrag läuft Ende 2004 aus.